I started something i couldn’t finish
Dieses Blog wird bis auf weiteres nicht mehr aktualisiert. Neues von mir und dem Rest der Welt nun hier:
(Aus Big Brother UK)
Es gibt auf dieser Welt einige schwule Männer mit leichtem Schaden. Nun gibt es auch verhaltensauffällige schwule Firmen:
“Mit aktuell mehr als 64 Millionen Seitenaufrufen pro Monat sind die Webseiten von Szeneteam die meistgeklickten im schwul/lesbischen Raum.”
Das Unternehmen, eine Berliner GmbH in Gründung, betreibt szenepresse.de und szeneauskunft.de und plant offenbar noch ein Dutzend weitere Portale. Die Guide-Seite hat bisher einen Eintrag, hier leicht gekürzt: “Baden-Württemberg ist ein Land im Südwesten Deutschlands. Es wurde 1952 durch Fusion der Bundesländer Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern gegründet.” Szenepresse.de hat sich mit einem Relaunch in diesen Tagen von einer Art Nachrichten-Bookmark-System zur Generierung von Adwords-Seiten zu einem echten Nachrichtenportal mit freilich wenig Einträgen gemausert.
“Pro Monat liefern unsere Systeme ungefähr 560 Terabyte aus. Würde man diese brennen, bräuchte man dafür rund 860.000 CDs oder 125.000 DVDs.”
Weitere unglaubliche Erfolgsmeldungen
(Disclaimer: ich bin bei der “Konkurrenz”-Seite queer.de beschäftigt)
Leider hat die BBC die Rechte für Pokalspiele an ITV verloren. Seitdem geht die britische Fußballberichterstattung vor die Hunde. Gestern lief Everton gegen Liverpool, ein äußerst langweiliges Spiel. In der 118. Minute schaltete der Sender versehentlich auf Werbung. Während einige lokale Stationen wie Granada schnell den Fehler bemerkten, dauerte es etwa in London deutlich länger, bis das Spiel zurück auf dem Bildschirm war. Everton hat in der Zwischenzeit das entscheidende Tor geschossen.
Es ist nicht das erste Mal, dass die ITV-Übertragungen für Ärger sorgen. Fans beschweren sich, dass etwa die Gewichtigkeit der Spielzusammenfassungen, anders als bei “Match of the day” (BBC), nicht nach tatsächlichen Highlights bemessen wird sondern offenbar danach, wo man vorher mehr Kameras und die vermeintlich besten Reporter hingeschickt hat. In einem Live-Spiel im November zeigte ITV nicht nur versehentlich einen nackten Spieler in der Kabine (leider kein Ausschnitt verfügbar), sondern auch, wie die Fans von Leeds United über den Sender in Massen fluchen:
Metronomy - “A thing for me”
Nach “Heartbreaker” ein weiterer Grund, warum man die Elektro-Kids aus Devon knuddeln möchte.
Morrissey - “I’m throwing my arms around paris”
Hätte man in früheren Zeiten den Eurovision Song Contest mit gewinnen können, und ich meine das in a good way.
Pistol Youth - “In My Eyes”
Musik ist nix besonderes, aber das Video muss man mal gesehen haben.
Das letztjährige Weihnachts-Special von Skins, falls noch jemand Weihnachten nur so halb mögen sollte…
“Comedy Street“: Man nehme eine schlechte Idee, schlechte Schauspieler, null Witz und etwas Homophobie. Und schon hält man das bei Pro 7 für eine gelungene deutsche Umsetzung von “Trigger Happy TV“. Seufz.
(Gerade spät bei Youtube entdeckt, könnte schon bekannt sein)
Gut, ich bin alles andere als der erste, der über diesen unglaublichen “Explosiv”-Bericht aus diesem Sommer gestoßen ist:
Darüber könnte man noch lachen, zumal alles, was der Psychologe sagt, auch auf Journalisten zutreffen könnte; oder auch auf den Psychologen Dr. Christian Lüdke selbst, der sich nicht zu schade ist, auf seiner Homepage mit einem Sendungsmitschnitt aus “RTL West” über den “Kaninchen-Killer” zu werben (er hat auch einen Mitschnitt aus dem ARD-Morgenmagazin, was die Sache nicht besser macht).
Letztendlich bleibt aber ein trauriger Eindruck über Journalisten, zumal die Mopo mit dem gleichen Selbstmord eine völlig andere Sau durchs Dorft treibt. Stefan G. wird dort mit einer “Raser-Gang” in Verbindung gebracht, schließlich habe er den “Raser-Actionstreifen ‘The Fast and the Furious’ in einem Internetforum als seinen Lieblingsfilm” angegeben.
Ist eine solche überzogene und falsche Berichterstattung, abgesegnet durch Für-Geld-sag-ich-alles-Experten, also bereits Routine für Journalisten? “Coffee and TV”-Blogger Lukas Heinser hat sich jedenfalls auch aufgeregt. Unter Zuhilfenahme einer widerlichen Frisur ist ihm ein amüsantes Filmchen über Journalisten gelungen:
s.a.: Emophobie
