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I started something i couldn’t finish

Archiv für die Kategorie ‘Allgemein

Commodore 64

Elektro/New Rave ist ja derzeit das neue Indie. Computadora Feliz alias Happy Computer sorgt vielleicht passend dazu für das überfällige Revival des guten alten C64 (s. Video unten). Bei eBay gibt es die Kisten zahlreich zu bestellen. Kreisch! Schade, dass es nicht damals schon eine große DFÜ-Bewegung gegeben hat. Public Akustikoppler Point, das wäre ja mal cool gewesen. Muss dringend nochmal die 23-DVD rauskramen.

Nachtrag: Wenn Sie wie gerade ich beim eingetteten Video keinen Ton hören, sollten sie angeblich den Flash-Player aktualiseren. Sie können auch direkt auf das Video klicken. Bei Youtube gibt es übrigens noch zahlreiche weitere C64-Nostalgie-Videos, bei 64er.de gibt es zahlreiche Software-Emulatoren und Spiele.





Meine Bilder bei flickr

Frühling in Düsseldorf

(Übe gerade für meine zukünftige flickr-Seite)

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  • Kurzes

    Life on Mars ist gestern leicht kitschig, aber immerhin noch überraschend zu Ende gegangen. Getrübt wurde die Freude allerdings ein paar Stunden zuvor, als „BBC North West Tonight“ durchblicken ließ, dass die geplante Nachfolgeserie über DCI Hunt in den 80ern nicht mehr in Manchester, sondern in bloody London spielen soll.

    Dass Frédéric Prinz von Anhalt Vater von Anna Nicole Smiths Tochter hätte sein können, glaubten wohl nur Journalisten, die sicher auch glauben, der Prinz hätte früher öfters das Rosa Mond in Düsseldorf besucht, um Frauen zu finden.

    Premiere will offenbar gegen die Vermittler von Sky-Abos vorgehen. Es ist schon traurig, dass man Sky in Deutschland nicht offiziell abonnieren darf, weil sich beispielsweise die Rechteinhaber von „24“ in England und die in Deutschland nicht grün sind. Es ist auch traurig, dass die EU kürzlich entschieden hat, dass ein europaweit verbreitetes Pay-TV-Programm alle Rechte für Europa einkaufen muss und nicht etwa nur fürs eigene Land, was sich ja halbwegs ausgleichen würde. Es ist besonders traurig, dass die Premiere-Manager offenbar glauben, bisherige Sky-Kunden könnten auch mit einem Premiere-Abo zufrieden sein. Und es ist ein Unding in einer zusammenwachsenden EU, dass ich als zahlender Kunde trotzdem kein Recht habe, Sky zu sehen. Wenn ich mein Abo verlieren sollte, darf ich dann wenigstens Amok laufen?

    Hätte es zu Anfang der 30er Jahre schon Massenmedien und Soaps gegeben, hätte man damals Hitler, Goebbels und Co Gastrollen angeboten? (Nein, ich will die Nazizeit nicht verharmlosen oder Erwin schlimmer machen, als er ist. Aber es gibt Leute, mit denen spricht man nicht)

    Schafft ManU das Treble?

    WDR / Hölters / Kotz

    Wofür bezahlt man Gebühren, wenn sich die Kölner „Lokalzeit“ des WDR so unkritisch aufführt, als sei der folgende Beitrag bezahlt worden?

    [An dieser Stelle folgte eine von Kunst Outlet bei myVideo eingestellte Aufzeichnung der Sendung, die mittlerweile aus dem Netz genommen wurde]

    Nun gibt es nichts dagegen zu sagen, auch über neue Projekte aus der Wirtschaft zu berichten, wie hier etwa über den Billigladen „Kunst Outlet“, der nach Hamburg in Köln eine Filiale eröffnet hat. Geschäftsführer der Firma sind allerdings Ingo Hölters und Jens Kunath, und eine simple Google-Recherche zu den beiden Herren hätte die Alarmglocken läuten lassen müssen.

    Hölters, zu dem ich persönlich viel zu sagen hätte (*), und Kunath waren in den letzten Jahren ein großes Betätigungsfeld für Verbraucherzentralen, für einige Medien und auch für die Staatsanwaltschaften – von einer Einbringung der Sammelermittlungen vor Gericht oder gar einer Verurteilung wurde jedoch nie etwas bekannt. Man kann ja auch legal „betrügen“: Bei den Vorwürfen ging es um eine Vielzahl von Webseiten wie „bonus.net“ oder „tv-winner.de“, die den Nutzern viel versprachen, denen aber vor allem in AGBs versteckte Monatsgebühren oder Abos untergejubelt wurden. Die Seiten hatten oft die gleiche Adresse im Impressum, Geschäftsführer waren Kunath oder Hölters, und mit der Firma Advobilling, die Hölters zusammen mit dem Hamburger Rechtsanwalt Arne Platzbecker (**) führte, gab es auch ein passendes Mahnunternehmen.

    Kunath, der laut seinem Blog mittlerweile mit Familie in Kapstadt lebt, hat sich kürzlich mit seiner Vergangenheit „auseinandergesetzt“. Im Blog beschwert er sich über unzufriedene Kunden, die das Geschäft vermasseln. Seine Unternehmen seien seriös gewesen, er habe „niemals Leute abgezockt“. Durch die negative Presseberichterstattung, all die Klagen von Kunden und Verbraucherschützern sei er durch eine „schwere Zeit“ gegangen. (Die bemerkenswert misslungene Selbst-Reflektion findet sich hier und hier)

    Zu den Billig-Bildern textet die „Lokalzeit“ übrigens: „Sie kosten ab 29 Euro und stammen von Studenten, aus Restbeständen oder haben Macken.“ Selbst ein Jubel-Bericht der „Hamburger Morgenpost“, der derzeit im Pressebereich der Kunst-Outlet-Webseite zu finden ist, ist da genauer: „Die Gemälde, meist Arbeiten junger Kunststudenten, kauft Hölters containerweise in Asien und Osteuropa ein.“

    (*) Ingo Hölters war als Vorsitzender von Eurogay kurzfristig einer meiner Vorgesetzten. Wie alle anderen in irgendwelche Eurogay-Töchterfirmen „übernommenen“ Ex-Mitarbeiter der Queer AG bin ich immer noch nicht therapiert von dieser Mischung aus Unfähigkeit und atemberaubender Dreistigkeit, von dieser unglaublichen Ansammlung von Fehlentscheidungen und solchen, die einen vor den Kopf stoßen. [Man sollte ja nicht negativ über ehemalige Arbeitgeber in Blogs schreiben, vor allem, wenn man sich gerade irgendwo bewirbt. Aber, liebe Personalabteilungsmitarbeiter, es war gerade die Loyalität zu den von uns hergestellten Medienprodukten, aufgrund derer damals interne Kritik nötig war und noch heute die kurzen Monate von der Mitarbeiter“übernahme“ bis zur Schließung des Kölner Hauses unvergessen sind]

    (**) Arne Platzbecker ist auch bekannt durch „Richterin Barbara Salesch“ und eine eigene Fanpage. Er ist seit Oktober 2006 Vorsitzender der Hamburger Schwusos und wurde auch schon für die Eurogay-Vorstände als Rechtsanwalt aktiv.

    Jeder zweite Journalist ist dumm

    Warum müssen Medien im Streit um sogenannte Raubkopien sich eigentlich immer auf die Seiten der Plattenindustrie und deren Pressemitteilungen stellen? Und diese gar verschlimmern? Unter der Überschrift „Jeder Zweite ist ein Raubkopierer“ bringt Spiegel Online heute eine Zusammenfassung der neuesten „Brennerstudie“ der GfK im Auftrag des Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft (Ifpi). Die Pressemitteilung der Ifpi ist weniger sensationell: „Fast jeder zweite Bundesbürger ab 10 Jahren hat 2006 regelmäßig Musik, Fotos, Daten, Filme, Software, Games oder Hörbücher auf die kleinen Silberscheiben kopiert. (…) 70 Prozent aller Personen, die Inhalte brennen, kopieren Musik. Auf Platz 2 mit 67 Prozent folgen private Fotos und Videos mit großem Abstand vor Daten, die von 44 Prozent gebrannt werden.“ Also: 70 Prozent von 50 Prozent kopieren Musik, ob legal oder nicht ist dabei auch noch nicht geklärt. „Spiegel Online“ berichtet weiter: „Zudem gaben 74 Prozent der Befragten an, sich Musik aus legalen, kostenpflichtigen Angeboten zu laden. Insgesamt also ein durchaus positiver Trend.“ Eine Bewertung, die ebenfalls nicht in der Industrie-PM vorkommt.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass der Druck auf Journalisten ausgebaut wurde. Laut Urheberrechtsgesetz darf ja beispielsweise über Software zum Umgehen von Kopierschutz nicht mehr anleitend berichtet werden, eine bemerkenswerte Einschränkung der Pressefreiheit, über die sich ebenfalls bemerkenswerterweise niemand großartig aufgeregt hat, und Gerichte haben das so ausgelegt, dass Medien entsprechende Software zumindest nicht mehr verlinken dürfen. Und selbst der Presserat rügt, wenn über „illegale“ Download-Sites aus China oder Russland berichtet wird (auch eine Ifpi-PM). Wenn man bedenkt, wie selten der Presserat sonst rügt, schon beachtenswert.

    Nachtrag, 14h: Spiegel Online hat die Überschrift inzwischen geändert. Sie lautet nun relativ merkwürdig: „Jeder zweite brennt privates“. Im späteren Text steht, „jeder Zweite“ aus der Vorjahresstudie habe auch für Freunde gebrannt. Das meint vermutlich jeden Vierten, da nur jeder Zweite überhaupt brennt. Jedenfalls hat Spiegel Online das mal schnell aus der Zusammenfassung der Vorjahresstudie kopiert, und wenn man sich folgende zwei Sätze durchliest, kommt man zur Auffassung, es wäre nur jeder Dritte bzw. Sechste: „Im vergangenen Jahr haben 31,2 Millionen Personen insgesamt 882 Millionen Rohlinge (CD-/DVD-Rohlinge) gebrannt. (…) Fast jeder Zweite brannte Musik auf CD/DVD-Rohlinge für andere Personen auf deren Wunsch. Das entspricht etwa 10 Millionen Personen.“ Gemessen an der Gesamtbevölkerung ist das nicht mal jeder Achte, aber ich will nicht penibel werden…

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  • Fakten, Fakten, Fakten

    Ich habe nichts dagegen, wenn sich Online-Medien dadurch unterscheiden, dass sie statt Agentur-Material eigene Texte bringen. Zumindest eine ausführliche Google-Recherche erwarte ich aber schon. Wenn ich nun wie gerade erst spät nachts mitbekomme, dass eine Gruppe bereits vor Stunden Terroranschläge in Deutschland angekündigt hat, dann möchte ich bitte nicht auswählen können, ob „Stimme des Kalifats“ ein Sendungstitel, ein TV-Kanal, ein Forum oder gar eine eigene Terrorgruppe ist.
    (mehr …)

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  • Eine Raubmeldung und zwei Geschichten

    Hier eine geraubte dpa-Meldung von digitalfernsehen.de, über die ich mich aufgeregt habe. Dass ich gegen die massenhafte Nutzung des Begriffs „Raubkopie“ durch die Medien bin, für alles, was auch legal sein könnte oder legal sein müsste, ist nichts neues. Ärgerlich ist, wenn man sich schon sehr anstrengen muss, um in der folgenden Meldung überhaupt zu erkennen, dass die Leute nicht wegen des Herunterladens, sondern offenbar wegen des Verkaufs von Kopien verurteilt worden sind. Wie dumm dürfen (DPA-)Journalisten eigentlich sein?

    Bewährungsstrafen für Raubkopierer - "Kein Kavaliersdelikt"
    [fp] Mühlhausen - Im Prozess um Internet-Kriminalität mit Raubkopien sind drei Angeklagte am Mittwoch vor dem Landgericht Mühlhausen (Thüringen) zu Bewährungsstrafen zwischen 10 und 23 Monaten verurteilt worden.
    Zudem müssen sie knapp 170 000 Euro an gemeinnützige Organisationen zahlen. "Solche illegalen Downloads sind kein Kavaliersdelikt", sagte Richter Axel Schur. Die Männer hatten gestanden, hunderte Kopien von Filmen, Musikdateien und PC-Spielen illegal heruntergeladen und vertrieben zu haben. Sie hatten damit illegal 700 000 Euro eingenommen. Das Urteil ist rechtskräftig.
    Alle drei Angeklagten hätten letztendlich durch ihre Internetgeschäfte kein Geld verdient, stellte das Gericht fest. Mehr als 600 000 Euro wurden auf einem Konto und in einer Garage gefunden und beschlagnahmt. Den Großteil von etwa 400 000 Euro erhalten die Finanzbehörden zum Ausgleich der Steuerschulden. Den Restbetrag von knapp 200 000 Euro erhält die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), die das Trio angezeigt und die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte. Nach deren Angaben handelte es sich um den größten Fall illegaler Downloads im deutschsprachigen Raum. (dpa)

    Nachtrag: Worum es wirklich geht (die Warez-Download-Plattform FTPWelt und die interessante Beteiligung eines in der Internet-Szene nicht unbekannten Anwalts aus München), berichten u.a. Winfuture und heise. ddp bekommt die Unterscheidung zwischen Downloads und illegalen Geschäften etwas besser hin als dpa.

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