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Archiv für die Kategorie ‘Video

„Big Brother ain’t watching us“

Während hierzulande die Fernsehkritik mit einem Gespräch zwischen Marcel Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk einen armseligen Tiefpunkt erreicht hat, ist sie in England auf einem Höhepunkt. Verantwortlich ist Charlie Brooker, der in seiner Sendung „Screenwipe“ (BBC Four) bisher durch eine analytisch-polemische und unterhaltsame Kritik auffiel, hier etwa zur Berichterstattung zum McCann-Fall:

Wäre ich Intendant, ich würde Stefan Niggemeier ein solches Format anbieten. Brooker indessen hat sich auch schon, nur beispielsweise, lustig über 24, The X-Factor und Celebrity Big Brother aufgregt.

Doch auch das hat zum Abkühlen offenbar nicht ausgereicht: In den letzten Tagen lief auf E4 (dem Unterhatungssender von Channel 4) „Dead Set“ – eine Mini-Serie, in der Menschen alá „28 Days Later“ zu Zombies werden und die Handlung vor allem Bewohner und Mitarbeiter des Big-Brother-Hauses umfasst bzw. tötet. Das Drehbuch stammt von Brooker und Channel Four, Endemol und sogar Moderatorin Davina McColl waren sich nicht zu schade, für eine Umsetzung zu sorgern. Einerseits ist „Dead Set“ eine gelungene Satire auf Big Brother und TV-Produzenten, was freilich nicht zu schwierig ist, andererseits der Beweis, dass es vielleicht auch sonst nicht allzu schwierig ist, unterhaltsames Fernsehen zu produzieren.

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  • Original und Fälschung

    Bill O’Reilly: Lesbian Gangs

    Monty Python – Gangs of Old Ladies

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  • The owls are not what they seem

    Hab mir kürzlich in einem Anfall von Langeweile erneut den Pilotfilm von Twin Peaks angesehen. Nun mus ich wieder alle zwei Staffeln schauen. Nur mal so als Grund, warum ich derzeit wenig poste.

    Der andere Grund sind die schwulen Musikvideos auf Queer.de. Hab schon lange nicht mehr so viel Spaß am Programmieren gehabt. Genauer gesagt: beim Auswählen der Archiv-Tracks. Anlässlich der neuen Kölner Szene-Kneipe „Mumu“ habe ich etwa die leider längst vergessene Band KLF rausgekramt. Mama Cass singt „Make your own kind of music“, in Erinnerung an den Coming-out-Film „Beautiful Thing“, dessen zahlreiche Sprüche über die Fettleibigkeit der Sängerin nun nachvollziehbar sind. Und „Ich bin der Stricherjunge“ von Stereo Total kannte ich noch gar nicht. Meiner Meinung nach das schlimmste Video: „Ja, ich will“ von Rosenstolz featuring Hella von Sinnen.

    Die Youtube-Api ist übrigens sehr praktisch. Der Service wäre allerdings besser, wenn nicht andauernd Videos gelöscht würden. Oder auf Wunsch von dummen Plattenfirmen plötzlich nicht mehr einzubetten sind, keine Fassung für Handys haben oder auf Nutzung in Amerika beschränkt sind. Erinnert sich noch jemand an die Tage, als das Internet auch als weltweites Netz bezeichnet wurde und für Freiheit stand?

    Kinder in Gefahr TV

    Mathias von Gersdorff, der mit seinem Verein Kinder in Gefahr schon seit Jahren für Belustigung bei aufgeklärten Mitmenschen sorgt, macht nun auch Internet-Fernsehen. Bei Youtube gibt es bereits 24 Videos zu bewundern, darunter diese Perlen, die man nicht lange kommentieren muss:

    „Kein Eherecht für homosexuelle Paare!“

    „E-Mail-Protestaktion an den ZDF wg. der Erotik-Sendungen“

    (Das unverständliche Wort in der Mitte hat nichts mit Bareback zu tun sondern ist laut Manuskript „Werbeplakat“)

    Und nein, wenn er nicht abliest, ist er nicht weniger steif:
    „Verbot kommunistischer Symbole“

    Darauf gestoßen bin ich übrigens über den Google-Adsense-Test unten auf der Blog-Startseite. Das System macht bisher freilich nur, Witzchen, Nonsense: Erst gab es Ergebnisse zu Metallhändlern; was muss der Blogbetreiber auch Blech mit Nachnamen heißen. Nun also kirchliche Themen inklusive einer Anti-Gotteslästerung-Aktion Gersdorffs (ich darf nicht zum Klicken darauf auffordern). Ich freue mich schon auf Adsense-Links zu FDP, Politically Incorrect und Dirk Elbers.

    Another Gay Sequel – Trailer

    Ohne Zweifel der mit größter Spannung erwartete Film des Jahres…

    Größere Auflösung bei traileraddict.com

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  • Auf den Spuren schwuler Gene

    Mehrmals habe ich schon die Doku-Serie „Who do you think you are“ der BBC gelobt, in der Prominente die Herkunft ihrer Ahnen ergründen. Recht ähnlich ist nun „The Making of me“, in der etwa ein Athlet herausfinden soll, warum er so sportlich ist.

    Begonnen hat die Serie am letzten Donnerstag mit dem Schauspieler John Barrowman („Dr. Who“, „Torchwood“), der ergründet, warum er schwul ist. Das ist 60 Minuten lang sehr kurzweilig, da keine obskure Theorie zu kurz kommt (schön ist etwa die Annahme, dass Homosexuelle unterschiedliche Fingerlängen haben – ich habe zwar die gekrümmten Finger einer Rheuma-Oma, aber gleich lang sind sie trotzdem). Glücklich bin ich mit dem Format jedoch nicht: Spricht der misslungene Gentest nun dafür, dass „es“ nicht an den Genen liegen kann, oder sagt er nur aus, dass die Forscher noch nicht das richtige Gen gefunden haben? Eine klassische, journalistische Doku hätte hier mehr gebracht. Wie vieles andere muss man sich zudem die Problematik eines gefundenen Gens selbst denken. Aber vielleicht ist auch das ganz gut so: an vielen Stellen kann man schön mit den Gedanken abstreifen.

    Hinweis: die Youtube-Videos (ings. 6 je 10 min.) sind falsch gestreckt. Bei Dailymotion gibts das richtige Verhältnis mit miesem Ton. Beste Qualität bietet der BBC-iPlayer, der aber nur auf der Insel zur Verfügung steht. Ich hasse das nicht weltweite Web.

    Schwule Web-Soap

    Man nehme mehrere Schwule, die zusammenleben. Einer ist eine Schlampe, ein anderer ist vermutlich eine treue Seele und wieder andere sehen gut aus. Kennen wir schon, gibts jetzt aber als Web-Soap: In the moment ist ein HIV-Präventionsprojekt des Los Angeles Gay and Lesbian Center. Die Folgen dauern rund sechs Minuten, und am Ende werden Fragen gestellt, die die Zuschauer unter den Videos diskutieren sollen. „Drüber reden“ scheint ohnehin die Zentralaussage zu sein. Nachteil: für zusätzliche Folgen muss offenbar erst noch Finanzierung gefunden werden.


    Find more videos like this on In The Moment

    (via Ministry of Pleasure / Queer.de Blogs)

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  • Bill O’Reilly Flips Out

    „Flips out“ ist noch freundlich ausgedrückt, bemerkenswert aber, wie gut der Live-Aufsager dann doch klappt. (Wer den Herrn nicht kennt, sollte dringend Outfoxed sehen)

    Bei der Gelegenheit gefunden: Moderatorin sagt live das F-Wort. Da fallen im englischsprachigen Raum Zuschauern nicht nur immer noch die Tassen runter, da wird es auch Bußgelder und weitere Entschuldigungen hageln. Und das macht diese Ausrutscher immer so lustig.

    Und wo ich schon dabei bein: Umso schöner, wenn man ausnahmsweise mal vor neun Uhr abends fluchen darf, weil das Wort im Lexikon steht…

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  • Nobbis Blog

    Ein schwules Blog aus Düsseldorf über Fernsehen, Musik, Manchester und sonstigen Kram

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