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CSD Nürnberg

Dass ich nun ausgrechnet in Bayern Franken das schönste CSD-Straßenfest der letzten Jahre erleben sollte, hatte ich nun auch nicht erwartet. Die Parade war was zwar kurz (für Rheinländer: wie hier in Düsseldorf), das Fest machte das aber mehr als wett: hübsch auf dem Jakobsplatz gelegen, eingebettet zwischen zwei Kirchen, ausgestattet mit unzähligen Bierbänken vor der Bühne und einem wahrlich multikulturellen Programm.

So riss Ole Lehmann ein paar Witze über Kölner im allgemeinen und die auch mir schon unangenehm aufgefallene Kioskfrau im Kölner Hauptbahnhof im speziellen. Die farbige Sängerin Felicia Peters mit guter Stimme und einer breiten Song-Auswahl begeisterte das Publikum, zumal die geborene Amerikanerin, die jetzt in Fürth lebt, in ihren Moderationen lustig zwischen Amerikanisch und regionalem Dialekt wechselte. Dazu gab es eine lustig moderierende Dragqueen, die auch noch Trash-Karaoke brachte („Griechischer Wein“). Ohnehin: Trash oder Tuntenklassiker singende Dragqueens sind Stimmungsgaranten, wer braucht da schon „echte“ Stars wie auf einem großen CSD.

Berliner werden sie vermutlich schon kennen, aber ich bin beim CSD erstmals auf Gloria Viagra gestoßen, die mit ihrer Band Squeezebox eine Playlist brachte, wie ich sie selbst auf schwulen Indie-Partys nicht mehr geliefert bekomme: The White Stripes, Green Day und Radiohead. „Creep“. Wie toll war das denn? Schade, dass Gloria abrupt von der Bühne musste, um zum Programmpunkt „Pause“ bzw. zur Messe nebenan zu kommen. Und schade, dass es danach nur einen DJ mit Schrott gab.

Hier mein Handyvideo: Gloria singt „Seven Nation Army“ von den White Stripes. Nebenbei sieht man hier die ulkigen T-Shirts der hiesigen Jugendgruppe: „Ich bin das rosa Schaf der Familie“ mit Hand abknickendem Schaf. Süß.


Kein Ton? Direktlink

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  • Reaktionen

    Zu Christian: In seinem Blog erzählt er heute über zwei Männer aus New York und Chicago, die sich über Videobotschaften bei youtube kennengelernt haben. Das ist durchaus nett. Besser ist die folgende Geschichte, auch wenn sie hetero ist und möglicherweise Fiktion, aber all die Sausages, kuriosen Akzente und ohnehin die ganze Geschichte sind einfach göttlich:


    (falls kein ton oder video oder mehr interesse, hier eine unzensierte fassung)

    Zur FAS: Eine Ausgabe ohne längeren Text von Johanne Adorján ist schade. Nett die Idee von Nils Minkmar, fürs Internet eine Löschtaste für nervige Boulevard-Themen (Paris Hilton, Nicole Richie etc) einzuführen. Hätte sowas gerne aber auch für Print, vor allem für den großen Text direkt neben der Kolumne. Ich muss wirklich nicht mehr lesen, dass „24“ ganz großes Kino ist, wie bestimmt schon fünzigmal auf der FAS-Medienseite. Diese verflachende Stelle hat früher immerhin mal Stefan Niggemeier gefüllt. Und was ich gar nicht mehr lesen kann ist die angebliche Begeisterung von Medienredakteuren für DVD-Boxen. Auch wenn der Autor kurz Downloads erwähnt, müsste er am Schluß des langen Blubbertextes gefühlte 100 DVD-Boxen zuhause stehen haben. Etwas mehr Ehrlichkeit (und nebenbei auch etwas mehr Eintreten gegen die Kampagnen von Industrie und Staat gegen „Internet-Piraterie“) tätem dem Profi-Journalismus auch mal ganz gut.

    Little Albtraum

    Habe ich das nur schlecht geträumt oder gibt es tatsächlich eine russische (und von der BBC nicht genehmigte) Version von „Little Britain“? Bei der man den Eindruck haben muss, dass der einzige Schwule auf dem Dorf wirklich der einzige ist, tatsächlich Mitleid verdient und nur Spott erntet? Eine erschreckende Szene aus „Nasha Russia“:

    (falls kein ton oder video: Youtube-Direktlink)

    Oder ist der schwulenfreundliche Humor nur „lost in translation“? Aber wer weiß das schon, die ebenfalls nicht offizielle israelische Version versteht man schließlich auch nicht. David Walliams und Matt Lucas arbeiten derzeit übrigens an einer „Little Britain“-Staffel für den US-Sender HBO.

    Europride Madrid (mit Video)

    Vor drei Wochen habe ich den Europride in Madrid besucht, der mir trotz einiger negativer Erlebnisse (dazu später mehr) gut gefallen hat. Nebenbei habe ich für die mitgereisten Freunde ein Urlaubsvideo gedreht. Nun gibt es für meine Blogfreunde eine Kurzfassung. Nunja, sie ist nicht wirklich kurz und enthält oft schlechtere Szenen an Stellen, an denen ursprünglich meine zunehmend betrunkenen Freunde zu sehen waren. Trotzdem dürfte das Video einen netten Eindruck von der CSD-Parade geben. Ach ja: die ganzen halbnackten Jungs auf ihren großen Wagen kommen erst nach dem politischen Teil der gut fünfstündigen Parade.

    Europride Madrid 2007
    Real Video, 21 Min, 107 MB (am besten erst lokal speichern)

    Was mir schon bei meinem Video zum CSD in Hamburg 2006 auffiel: es ist bemerkenswert, wie man fast jede Art von Musik zur Parade drunterlegen kann und die Leute bewegen sich trotzdem fast immer im Takt. Beim Madrid-Video noch beachtenswert: wie zahlreiche Frauen durch ihre Bewegungen verhindern, dass der nackte Mann mit der Flagge gänzlich ins Bild kommt.

    Commodore 64

    Elektro/New Rave ist ja derzeit das neue Indie. Computadora Feliz alias Happy Computer sorgt vielleicht passend dazu für das überfällige Revival des guten alten C64 (s. Video unten). Bei eBay gibt es die Kisten zahlreich zu bestellen. Kreisch! Schade, dass es nicht damals schon eine große DFÜ-Bewegung gegeben hat. Public Akustikoppler Point, das wäre ja mal cool gewesen. Muss dringend nochmal die 23-DVD rauskramen.

    Nachtrag: Wenn Sie wie gerade ich beim eingetteten Video keinen Ton hören, sollten sie angeblich den Flash-Player aktualiseren. Sie können auch direkt auf das Video klicken. Bei Youtube gibt es übrigens noch zahlreiche weitere C64-Nostalgie-Videos, bei 64er.de gibt es zahlreiche Software-Emulatoren und Spiele.

    Klaxons homoerotisch

    Hab gerade etwas spät die Klaxons entdeckt, und das ich sie jetzt toll finde, liegt bestimmt nicht nur an dieser alternativen Version eines ohnehin homoerotischen Videos:


    Das offizielle Video bei Youtube

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  • TV-Tipps (3.2. und allgemein)

    Seitdem ich britisches Fernsehen empfange, spaltet sich mein Freundeskreis in die, die beispielsweise „Little Britain“ kennen und Querverweise in biergetränkten Gesprächen verstehen, und die, die von diesen Gesprächen genervt sind. In 2007 kommen nun ein paar der hervorragenden britischen Serien ins deutsche Fernsehen.

    So startet an diesem Samstag „Life on Mars“ (kabel 1, 20.15h, Trailer unten), eine der besten Serien Großbritanniens. Ein moderner Polizist mit Unibildung und eingebauter Political Correctnes landet im Koma und wacht 1973 auf, um mit Steinzeitkollegen Fälle zu lösen. Und das in Manchester. Bleibt wie immer zu hoffen, dass die Übersetzung ins Deutsche dem Wortwitz nicht allzuviel schadet und die Kürzung um einige Minuten erträglich ist.

    (mehr …)

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  • Morrissey beim Grand Prix?

    Former Smiths singer Morrissey could represent the UK at the 2007 Eurovision Song Contest, the BBC has confirmed.

    Was der Fick? Für Großbritannien ist zwar alles besser als der letztjährige Kandidat Daz Sampson, aber will man sein Idol wirklich bei dieser mindestens halbironischen Sendung sehen? Und er selbst glaubt doch ans große Scheitern beim ESC, im Video zu „You have killed me“:

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