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I started something i couldn’t finish

Archiv für die Kategorie ‘Privates

Vor wenigen Wochen kam ich nicht mehr ins Internet. Der Telekom-Router blinkte fröhlich vor sich hin, meldete aber, sich nicht verbinden zu können. Ein alter Telekom-Router aus dem Keller stellte sich als kaputt heraus, so dass ich nicht selbst die Verbindung überprüfen konnte. Ich telefonierte (lange) mit der Hotline, ein Techniker kam raus. Der stellte fest, dass der neue Router doch kaputt ist. Den hatte ich zwar von der Telekom zum Vertragsabschluss bekommen, gilt aber als Privateigentum, und da der Router wenige Tage nach Ablauf der Garantie kaputt gegangen war, musste ich nicht nur selbst einen neuen kaufen, sondern auch den Einsatz des Technikers bezahlen. Heute kam die Rechnung; ich bin angepisst:

Telekom-Rechnung

Zusammen mit einem neuen Router also rund 350 Euro, weil die Telekom Geräte baut, die kaum länger als zwei Jahre halten. Das gilt freilich nicht nur für die Telekom: Vor einem Jahr habe ich mich beschwert, dass bei mir alle Geräte relativ schnell kaputt gehen, mit einer Liste von gut 20 Sachen, die nicht mehr richtig oder gar nicht funktionieren. Seitdem kaputt: Gericom-Laptop zum sechsten und letzten Mal, Videorekorder, alter Videorekorder, DSL-Router, alter DSL-Router, Digitalkamera, Staubsauger, Audio-Ausgang am PC, Auspuff und andere Dinge am Auto. Der Fernseher hat sich verschlimmert: neben den Tonproblemen geht nun nach Einschalten das Bild weg; nach ca. 40 mal Ein- und Ausschalten mit gelegentlichem Steckerziehen gibt es ein dauerhaftes Bild. Es ist sicher keine gewagte These: die Industrie legt es darauf an, dass Geräte recht schnell kaputt gehen.





Wie romantisch…

Wenn’s schneit, bleib ich demnächst zu Hause: Gestern beim Spaziergang durchs völlig verschneite und fast menschenleere Düsseldorf erst von einem kleinen Schoßhündchen mit Oma an der Leine gebissen und danach in einer Seitenstraße fast ausgeraubt worden.

Hamburg: Das Rauchen

Ein Ausflug nach Hamburg bot am Wochenende erste Einsichten in die Wirkungen eines Rauchverbots, das uns NRWlern ja erst im Sommer droht.

1) Das Gnosa, einst wichtige Station für jeden Hamburg-Besuch, hat offenbar schon früher als nötig das Rauchverbot umgesetzt und wird an Lebendigkeit inzwischen von Oma-Cafés aus den 60ern übertroffen.

2) Auf der Langen Reihe draußen zu sitzen, um Bier und Zigarette gleichzeitig zu genießen, macht nun auch keinen Spaß (erst recht nicht, wenn die Heizpilze nicht funktionieren). Auch im Sommer wird’s wohl kaum lustig: wetten, dass die wenigen Plätze draußen von Nichtrauchern belegt sein werden?

3) Man kommt sich albern und gleichzeitig rebellisch vor, wenn man im Indie-Schuppen Molotow trotzdem raucht, während die meisten anderen Raucher brav vor die Tür gehen.

4) Höhepunkt des Szenebesuchs war eine schwule Wohnzimmerkneipe in St. Pauli, in der vorerst weitergeraucht wird und die besser nicht näher benannt wird.

Jedenfalls steht eindeutig zu befürchten, dass alle Orte an Lebendigkeit verlieren, sobald den Gastwirten hohe Bußgelder drohen und sie daher das Rauchverbot befolgen werden. Um noch etwas positives zu schreiben: Meine ursprüngliche Furcht über Blockwart-Gäste hat sich nicht bestätigt.

Hamburg: Das Staunen

Das Miniatur-Wunderland in der Speicherstadt ist wirklich eine Freude für Klein und Groß. Man sollte aber besser abends hingehen, wenn weniger Andrang ist und die Suche nach all den lustigen Details besser möglich ist.



Bilder von mir, bei flickr gibts schönere.

(Hamburg: Das Rauchen folgt)

Rückmeldungen

– Ich weiß schon, warum ich Weihnachten nicht mag, führt es doch nicht nur zu Kitsch-Musik, Gedränge in Fußgängerzonen und schlechtem Fernsehprogramm, sondern sogar zu ernsten Verwürfnissen.

Ich habe da zwei Freunde, die haben es sich zur Angewohnheit gemacht, kurz vor Weihnachten auf ein paar Bier vorbeizukommen und ein nettes Geschenk dazulassen. 2006 gab es einen Reiseführer zu Madrid, wo wir dann ja auch im Sommer zum Europride waren. Meine Freunde wissen, dass ich Weihnachten hasse, eher praktische Geschenke bevorzuge und in meiner Wohnung nichts kitschiges und erst recht nichts christliches habe. Demnentsprechend war ich überrascht über das neue Geschenk: ein barocker Pädo-Engel mit rätselhaft angeschlossener Badewanne:

Wie also darauf reagieren? Nichtssagende Danksagung ging nicht, dafür kenn ich die beiden zu gut. Mit dem Gedanken, die können das nur als Trash gemeint haben, schickte ich dann eine lustig gemeinte SMS: da hätte ich ja was feines für den Polterabend eines gemeinsamen Freundes. Dann war erst mal Stille Nacht im SMS-Verkehr, und erst viel später erreichte mich eine eher beleidigte Antwort. Die Freunde dachten offenbar, ein doch sehr zu mir passendes Geschenk liebevoll ausgewählt zu haben: für den Kettenraucher einen Weihnachtsaschenbecher. Dumm nur, dass ich auf diese Funktion nicht alleine gekommen bin. Aber auch gut so: die Geschichte selbst war ein schönes Weihnachtsgeschenk.

– Lustig, wenn man auf einer Party plötzlich feststellt, einen Sprachfehler zu haben. Damit meine ich nicht die typische niederrheinische Zischlautschwäche (die Männchen gehen in die Kirsche), die ich mittlerweile im Griff habe. Ich meine auch nicht die ein oder andere rheinische Betonung (und Grammatik), die ich sogar mit Liebe einsetze. Es klingt aber recht uncool, wenn man musik-fachmännisch „New Rave“ meint und andere Leute denken, man sage andauernd „New Wave“. Und wenn man dann meint, beide unterschiedlichen Wörter genau zu betonen und die Leute trotzdem mit ernster Miene behaupen, nur „Wave“ zu verstehen. Ein Sprachfehler nur im Englischen, das hat auch nicht jeder.

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  • Ironie

    Jahrelang habe ich als Journalist für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz gekämpft. Und jetzt habe ich in meinem Elternhaus lesbische Mietnomadinnen.

    Technik vs ich

    Jetzt ist der DVD-Rekorder kaputt. Mal wieder. Eine Gelegenheit zu einem verägerten Bericht über die Unmöglichkeit, Geräte zu kaufen, die halten oder vernünftig funktionieren. Nimmt man meine Erfahrungen, müsste man der Verschwörungstheorie glauben, wonach die Menschheit nicht wirklich zum Mond geflogen ist.

    (mehr …)

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