Nobbis Blog

I started something i couldn’t finish

Archiv für die Kategorie ‘Schwules

Gott homophob?

Es gibt eine schöne Stelle in dem schönen Manchester-Film „24 Hour Party People„, in der Gott Mick Hucknall von Simply Red als „Ginger“ beleidigt – als Rothaarigen. Nun habe ich den Film aufgrund originaltonresistenten Freunden mit deutschen Untertiteln gesehen (Synchonfassung gibts nicht), und plötzlich ist Gott homophob: Hucknall wird dort zur „Schwuchtel“. Oh dear.





Schwule Browser bei Uncyclopedia

„Willkommen zur deutschsprachigen Uncyclopedia, der content-freien satirischen Enzyklopädie, in der jeder des Schreibens mächtige Benutzer editieren darf“, begrüßt mich mein Zufallsfund Uncyclopedia. Hmm. Die Definition des Begriffes „schwul“ pendelt jedenfalls stark zwischen Humor und eher unironischer Homophobie. Noch verpendelter ist die Definition zu „Schwulen-Browser„: Dieser (abgebildet ist „Detlev 1.0“) habe „eine integrierte Filterung, die das Besuchen von patriarchalisch ausgerichteten Internetseiten unmöglich macht und ausschließlich verweichlichte, an den Interessen von Frauen und Schwuchteln ausgerichtete Inhalte zulässt. Versucht ein nicht homosexueller Surfer z.B., eine Hardcore-Pornoseite für heterosexuelle Männer aufzurufen, wirft ihm das Betriebssystem seines Computers eine klitschnasse Forelle ins Gesicht und schaltet den Computer automatisch aus.“

  • 0 Kommentare
  • Abgelegt in: Fun, Schwules
  • Berlin und Barack

    Immer wenn ich nach Berlin fahre, stirbt eine alte Dame. So geschehen mit Hildegard Knef und Queen Mum, und diese Woche also Estelle Getty (Sofia aus Golden Girls). Gut, dass ich nicht vorhabe, dahinzuziehen.

    Nein, Berlin besuchen ist nett, aber da leben, nein danke. Dafür sind mir die Leute oft zu unfreundlich, die Winter zu kalt, die Stadt zu unübersichtlich. Und ich hasse es, keine Ahnung zu haben. Tagestipp der Siegessäule, eine sogenannte Indie-Party namens „Berlin Hilton„: „Rein in die Röhrenjeans, Halstuch umgebunden und die Haare lässig aufgeschüttelt“, empfiehlt das Magazin und verspricht „erstklassige“ DJs. Allerdings nix davon vor Ort, vor allem keine Indie-Musik. Die Stadt ist nichts für Anfänger.

    Rauchern möchte ich die „Heile Welt“ auf der Motzstraße empfehlen. Nach zweimal vor die Tür gehen zwecks Rauchen entdeckte ich erst den Hinweis auf die Raucher-Lounge im hinteren Bereich, die doppelt so groß ist als die Restkneipe und wirlich angenehm loungig. Tipp nebeibei: auf der Motzstraße kann man einen Dildo in Form eines Gartenzwergs kaufen.

    Vom neuen Homo-Denkmal bin ich nicht begeistert. Erstens läuft man schnell vorbei, wenn man nicht Acht gibt – viel los ist dort nicht. Zweitens kamen, wie auch zur Einweihung des Magnus-Hirschfeld-Ufers, das ich erst recht nicht gefunden habe, keine wichtigen Politiker. Drittens teile ich die Kritik, dass das Mahnmal zu ungenau ist in Bezug auf Lesben und jene schwulen Männer, die vor allem auch Täter waren.

    Kein Berlin-Besuch ohne Promi-Spotting. Hans-Christian Ströbele auf der Straße zu treffen, ist sicher nix ungewöhnliches. Ich könnte aber schwören, auch einen leicht verkleideten Jack Nicholson gesehen zu haben. Und natürlich Barack Obama, zumindest das, was der Getränkestand vor uns und die Sonne dahinter noch von der Leinwand übrig gelassen haben. Ich bin nicht für Pathos zu gewinnen, aber an zwei, drei Stellen habe ich doch geklatscht (natürlich auch vor der Rede, als die Leinwand gefühlte zehn Minuten lang einen leicht albern tanzenden Menschen in der Masse zeigte und die Straße applaudierte). Obama ist nicht perfekt, aber „this is the moment“ für einen, der zumindest vieles besser machen könnte als sein Vorgänger. Und, ja doch, die Leute mitreißen kann.

    TV-Tipp: My name is earl

    Ab 17.7. immer freitags auf RTL. Will die Serie jedem wirklich so sehr ans Herz legen, dass ich dazu was auf queer.de geschrieben habe: Mit Karma gegen Homophobie.

    Cam Dating

    Ich habe neuerdings eine neue Sucht (neben Rauchen, gegen Joachim Erwin sein und Episoden von Coronation Street, Love Soup, Skins und mind. weiteren 20 Serien): ich schaue gerne bei Cam4.com rein. Das ist eine Webcam-Community, in der sich mittlerweile die halbe Welt zeigt, vor allem nackt. Was natürlich auch der Hauptgrund für mein Vorbeischauen ist, aber es gibt Nebeneffekte.

    So kann man psychologische Studien anstellen über das Nicht-Funktionieren von Gehirn und Höflichkeit bei Erregung eines anderen Körperteils: es ist unglaublich, wieviel Beleidigungen die Cammer teilweise erdulden müssen, vor allem auf deutsch, obwohl sie in der Regel aus dem Ausland stammen. Ich meine nicht die typischen, nur dummen User, die es auch auf queer.de gibt: die dort eine Seite aufgrund einer Überschrift aufrufen, nur um dann den Kommentar zu schreiben, dass das Thema ja wohl überflüssig sei. Diesen Grundtyp Internet-Nutzer gibt es zahlreich bei Cam4: Leute, die schreiben, dass ihnen der Typ im Einzelchat nicht gefällt. Es gibt aber auch – erschreckend häufig – härtere Kommentare. Etwa: der Dicke soll mal Platz für den Hübschen machen, Behinderte raus etc. Das sollte mal jemand strafrechtlich verfolgen und nicht nur immer die Downloads.

    Ein anderer Nebeneffekt: wenn etwas passiert, erfährt man das hier recht schnell. Als es kürzlich nachts ein Erdbeben in England gab, bekam ich das (und das Gekreische zweier überraschter Tucken) live mit. Und innerhalb von wenigen Minuten hatte ich schon raus, dass das Erdbeben halb England umfasste und nicht nur Devon, wie die BBC eine gute Stunde später erstmals vermeldete. Das erinnerte mich an den 11. September 2001, als wir in der Queer-Redaktion keinen Fernseher hatten, das Internet langsam war und alles noch eher ir- bis surreal erschien – damals kam unser Chefredakteur auf die Idee, doch die Webcam des WTC-Restaurants Windows of the world aufzurufen. Im Nachhinein bin ich froh, dass es keine Verbindung gab. Und dass es zu einer Glosse, in der wir diese Stunden schilderten, erboste Zuschriften alá „Da starben Menschen“ – in Versalien – gab, war auch eine bemerkenswerte psychologische Studie. Anway, kleiner Spaßabend dank Erdbeben also, bei dem nichts schlimmes passiert ist. Internationale User waren freilich nicht begeistert: „Was faseln die denn da von nem Erdbeben? Die sollen weiterwichsen“ schrieb jemand auf Deutsch.

    Dass Dating nicht viel mit Köpfchen und Höflichkeit zu tun hat, hat Graham Norton übrigens bereits vor einiger Zeit anhand eines Live-Speed-Datings bewiesen. Das war ganz großes Fernsehen: das Publikum fällt vor Lachen hörbar aus den Stühlen und ich kann mich heute immer noch beömmeln:

    Britain’s got talent

    Letztes Jahr bei der britischen Castingshow gewinnt ein Bullying-Opfer die Herzen, und das war zum Heulen:

    Und dieses Jahr? Am Samstag gab es (neben einer genialen Hundedarbietung) wieder etwas zum Heulen, wieder eine Bullying-Story:

    Und dann schleicht sich doch noch der Verdacht ein, dass der Junge gezielt seine Story erzählen sollte, dass das alles doch etwas zu perfekt kalkuliert ist und nebenbei ganz praktisch von dem ansonsten natürlich weiterhin vorhandenem Lächerlichmachen der Kandidaten ablenkt. Die Moral zusammengefasst: Bullying ist ok, wenn man kein Talent hat.

    Verzaubert

    Ich habe es gestern erstmals seit Jahren zum „Verzaubert“-Filmfestival geschafft, genauer zur Kurzfilmnacht nach Köln. Ich hatte jedoch mehr erwartet als größtenteils je zehn Minuten dauernde, langweilige und handlungsarme Kurzfilme mit drei Minuten Abspann.

    Aus diesem Anlass mein schwuler Lieblingskurzfilm, „Trevor“ von Marc Rishovsky:

    Die Zeiten werden rauh…

    Hallo mancunia,

    […] hat dir auf
    GayRomeo folgende Message gesendet:

    Hallo Norbert Blech,
    Moltkestr. 90,
    40479 Düsseldorf,

    wie auf Deiner überfremdungsextremistischen Seite, genauer:
    http://www.norbertblech.de/blog/?p=166. zu lesen ist, nimmst Du Gewalt
    gegen Schwule – sofern sie von Ausländern ausgeht – nicht so ganz ernst.

    Hingegen scheinst Du selbst Gewalt (etwa wegen falscher Darstellung auf
    Deinen Seiten oder Deiner unsäglichen Zensur auf queer.de???) zu
    fürchten, läßt Du doch Deinen DENIC-Eintrag für Deine private Seite
    auf eine Dienstadresse umleiten, nämlich Queercom
    Norbert Blech
    Palmstr. 26
    50672 Köln

    Daß dies ein schwerwiegender Verstoß gegen die
    Registrierungsbestimmungen ist, dürfte klar sein. Ebenso klar, daß dies
    zur Anzeige gebracht wird. Die Chance, mittels einer gebührenpflichtigen
    Widerrufserklärung strafrechtlich konsequenzfrei aus dieser
    Angelegenheit zu entkommen, räumen wir Links- bzw.
    Überfremdungsextremisten „leider“ nicht ein.

    Schönen Tag noch!

    Nobbis Blog

    Ein schwules Blog aus Düsseldorf über Fernsehen, Musik, Manchester und sonstigen Kram

    Zuletzt kommentiert

    *



    Links


    Zeugs


    ringelpietz webring logo
    Bloggeramt.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

    Archiv


    Wolke

    bbc berlin csd düsseldorf Fernsehen flickr fremdschämen gay gayromeo homophobie humor islamophobie journalismus lsvd Manchester manchester united medien morrissey musik papst pride queer.de rauchen Schwules spooks synchronisation urheberrecht Video youtube zdf