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Archiv für die Kategorie ‘Schwules

WTF?

Thomas Hornauer, Chef des „Senders“ Telemedial, berät in diesem Youtube-Worst-of-Zusammenschnitt Zuschauer u.a. zum Thema Homosexualität…

(Via heutiger SZ, Print)





Exklusiv: das neue queer.de

Nur noch wenige Tage, dann geht das (von mir) gerelaunchte queer.de online. Ein paar Eindrücke vorab:

Die Startseite.

(mehr …)

Hamburg: Das Rauchen

Ein Ausflug nach Hamburg bot am Wochenende erste Einsichten in die Wirkungen eines Rauchverbots, das uns NRWlern ja erst im Sommer droht.

1) Das Gnosa, einst wichtige Station für jeden Hamburg-Besuch, hat offenbar schon früher als nötig das Rauchverbot umgesetzt und wird an Lebendigkeit inzwischen von Oma-Cafés aus den 60ern übertroffen.

2) Auf der Langen Reihe draußen zu sitzen, um Bier und Zigarette gleichzeitig zu genießen, macht nun auch keinen Spaß (erst recht nicht, wenn die Heizpilze nicht funktionieren). Auch im Sommer wird’s wohl kaum lustig: wetten, dass die wenigen Plätze draußen von Nichtrauchern belegt sein werden?

3) Man kommt sich albern und gleichzeitig rebellisch vor, wenn man im Indie-Schuppen Molotow trotzdem raucht, während die meisten anderen Raucher brav vor die Tür gehen.

4) Höhepunkt des Szenebesuchs war eine schwule Wohnzimmerkneipe in St. Pauli, in der vorerst weitergeraucht wird und die besser nicht näher benannt wird.

Jedenfalls steht eindeutig zu befürchten, dass alle Orte an Lebendigkeit verlieren, sobald den Gastwirten hohe Bußgelder drohen und sie daher das Rauchverbot befolgen werden. Um noch etwas positives zu schreiben: Meine ursprüngliche Furcht über Blockwart-Gäste hat sich nicht bestätigt.

Phelps-Clan verurteilt

Baltimore, 1. November (AFP) - Eine Baptisten-Kirche in den USA muss elf Millionen Dollar Entschädigung an den Vater eines getöteten US-Soldaten zahlen, weil sie auf der Beerdigung des Irak-Kämpfers eine Anti-Homosexuellen-Demonstration veranstaltet hatte. Ein Geschworenengericht in Baltimore gab damit der Klage des Vater Albert Snyder recht, der geltend gemacht hatte, er habe nach dem Aufmarsch der Aktivisten der Westboro Baptisten-Kirche bei der Beisetzung seines Sohnes Depressionen bekommen.

Die Kirche, nunja, die Phelps-Familie hatte zuvor jahrzehntelang ungestört gegen „Fags“ demonstrieren können, etwa auch bei der Beerdigung des jungen, bei einem Hassverbrechen ermordeten Schwulen Matthew Shepard. Im Grunde hat die homophobe Irren-Familie jedoch derart provoziert, dass sich selbst Schwulenfeinde auf deren Seite stellten.

Die BBC hat kürzlich die Familie besucht, herausgekommen ist eine sehenswerte/krasse/lustige Dokumentation. Hier eine Art Trailer/Making of bei youtube:


(Direktlink)

Wer die Kooperation zwischen youtube und BBC auch doof findet und statt einem Vorgeschmack lieber das Originalvideo sehen möchte: die 60-Minuten-Fassung gibts bei Google Video.

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  • Abgelegt in: Schwules, Video
  • Meisner

    (Warum? Womit?)

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  • Creative Commons

    Bin im Moment zu beschäftigt, um hier viel zu schreiben. Da gibt es einen Relaunch zu basteln und ich schreibe auch an zwei Büchern, die ich mit eigenen Bildern, aber auch welchen von flickr aufhübschen will.

    Seit einiger Zeit habe ich auch selbst Bilder bei flickr veröffentlicht, mit Creative-Commons-Lizenz. Dass jetzt ausgerechnet kreuz.net meine Bilder nutzt, passt mir aber gar nicht. Kann nicht mal einer der Tausend Internet-Rechtsanwälte eine No-Fascho-, No-Fundi-Lizenz basteln?

    Anmerkungen

    1. Da gibt es also eine neue Studie, wonach fast 80 Prozent türkischstämmiger, männlicher Jugendlicher es abstoßend finden, wenn sich zwei Männer auf der Straße küssen. Dass bei Jungen aus der ehemaligen Sowjetunion auch kein größeres Verständnis existiert und dass vor allem 48 Prozent der deutschen Jungs die gleiche Haltung haben, ist allerdings untergegangen. LSVD und andere Stimmen forderten aufgrund der Studie ein gezieltes Vorgehen bei Migranten.

    Das alles verstärkt den Eindruck, dass sich schwule Verbände, Politiker und Journalisten (Feddersen), nachdem das Theme Homo-Ehe durch ist, bewusst über die Angst vor Islamismus profilieren wollen. Soll mir keiner erzählen, das wäre ungefährlich und akzeptabel. Es passt aber in die Zeit: der Islam ist wohl das einzige Thema, das derzeit zunehmend von Political Correctnes ausgenommen wird.

    2. PC gone wrong auch in Düsseldorf: Ein grenzwertiger, aber satirischer Scherz von Manes Meckenstock hat dazu geführt, dass seine Stimme auf Antennte Düsseldorf und im WDR verstummt ist. Eine wichtige Stimme, denn Meckenstock hat immer deutlich Stellung bezogen, gegen Ausländerfeindlichkeit genauso wie gegen den hiesigen Oberbürgermeister.

    3. Anderes Thema. Dazu möchte ich ganz gerne so schnell wie möglich auf einer der schwulen Indie-Discos tanzen:

    The Wombats – Let’s Dance To Joy Division (Direktlink)

    4. Apropos Joy Division: ich freu mich schon.

    Direktlink, weiterer Trailer

    Als wir damals Wowi outeten

    Eine der nervigsten Medienmythen der jüngsten Geschichte ist, dass sich Klaus Wowereit auf Druck der Bild-Zeitung geoutet haben soll. Die Geschichte ist in Wirklichkeit anders verlaufen, und als Redakteur der damaligen Zeitung „Queer“ war ich sogar beteiligt.

    In seiner Autobiografie, bei der ausgerechet „Bild“ den Vorabdruck leistet, schreibt Wowereit selbst, wie er sich bereits zwei Tage vor dem legendären Coming-out bei einem Treffen des Fraktions- und Landesvorstandes outete:

    „Vor lauter Begeisterung über mein Bekenntnis hatten meine Freunde von den Schwusos, den Schwul-lesbischen Sozialdemokraten, allerdings nichts Besseres zu tun, als meinen Auftritt vor der Parteispitze in der Szene herumzuposaunen. Immerhin war ich der erste Spitzenpolitiker, der sich bekannte. Keine 24 Stunden nach meinem Auftritt vor dem Landesvorstand gab das Schwulenmagazin ‚Queer‘ eine Pressemeldung heraus. Die Szene war begeistert.“

    Zu den plapperfreudigen Schwusos gehörte damals auch die Lebensgefährtin unserer Berlin-Redakteurin Sabine Röhrbein, die die Sache am nächsten Morgen, einem Freitag, bei der alltäglichen Redaktionskonferenz eher beiläufig erwähnte. Während wir Kölner sofort einen im schwulen Medienmilieu eher seltenen Scoop vor Augen hatte, kam über die Telefonleitung nur ein eher lustloses und berlinerisch betontes „Naja, dann schreib‘ ich ma‘ watt, wa?“

    Tat sie dann aber auch, und der immer noch Scoop-geile Online-Redakteur (ich) stellte das dann flugs mit der etwas verunglückten Überschrift „Berlin bald schwul regiert?“ online. Nachdem erste begeisterte User-Kommentare eintrudelten, entschlossen wir uns, die Sache als Pressemitteilung an Agenturen, Zeitungen und Sender zu verschicken.

    Hier könnte die „Bild“-Zeitung erstes Interesse bekommen haben. Ansonsten erwähnte nur die „Frankfurter Rundschau“ kurz und ohne Quellenangabe das Coming-Out in ihrer Samstagsausgabe. Am Sonntag hatte Wowi dann sein zweites, öffentliches Coming-out in allen – sehr überraschten – Medien, während wir in der Schlussproduktion der Zeitung saßen und darauf online die nächsten Tage nicht mehr reagierten.

    Wir grübelten aber dann noch lange, warum niemand unsere PM aufgegriffen hatte. Weil keiner „Queer“ kannte? Weil Journalisten Homosexualität für eine private Sache hielten? Lediglich zwei schwule Medien waren damals, noch am selben Abend, auf uns eingegangen. Die Online-Ausgabe der Siegessäule und das damalige Eurogay. Dessen damaliger Chefredakteur Stefan Mielchen baute noch Hinweise auf die sexuelle Orientierung von Ole von Beust ein, die aber ebenso verhallten. Und das ist auch gut so: hätte sich von Beust darauf geoutet, wäre uns ein schönes Schmierenskandälchen mit Hitler-Herpes erspart geblieben. Wowereits Coming-out hingegen machte ihn hingegen bekannt und beliebt.

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