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Archiv für die Kategorie ‘Schwules

Klaxons homoerotisch

Hab gerade etwas spät die Klaxons entdeckt, und das ich sie jetzt toll finde, liegt bestimmt nicht nur an dieser alternativen Version eines ohnehin homoerotischen Videos:


Das offizielle Video bei Youtube

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  • Weihnachten auf der Couch

    Vor kurzem habe ich mich aufgeregt, dass ZDF-Moderator Normen Odenthal immer unnötige Themenüberleitungen setzt. Nun setze ich mal selber eine: in der Reihe von Vorfilmen vor dem Morrissey-Konzert (s. letzter Eintrag) war auch ein kurzes, angetrunken vorgetragenes Weihnachsständchen einer mir bis dahin unbekannten Dragqueen, das leider online nicht verfügbar ist. Bei der Dame handelt es sich um die New Yorkerin Lypsinka, und am 2. Weihnachtsfeiertag entdeckte ich sie in einem obskuren Film wieder.

    In „Another gay movie“ spielt sie die Mutter eines schwulen Teenagers. Der Film ist eine schonungslose Kopie von „American Pie“ auf schwule Verhältnisse, der nach anfänglicher Gewöhnug an das trashige Niveau sehr vergnüglich ist. Und wer hätte schon gedacht, dass man den Torten-Gag aus dem Vorbild noch mit einem zusätzlichen Hamster inszenieren kann. Trailer:

    Mein anderer Weihnachtsfilm war „Shortbus“ von John Cameron Mitchell („Hedwig and the Angry Inch“) – auch ein Film, bei dem Leute wie ich den Vorhang zuziehen. Wenige Teile des Films sind eindeutig pornographisch, und es handelt sich um echte Sexszenen der Darsteller, die nach einem langen Casting zusammen mit dem Regisseur die Handlung entwickelten. Ich kann nicht gut über Musik und Kino schreiben, daher einfach nur: Rezension bei Spiegel Online und den Trailer und dann bitte auch den Film anschauen.

    Beide sehenswerten Filme liefen hier bereits bei den schwulen Filmfestivals, die man ja doch immer verpasst, sind nur teilweise irgendwo im Kino zu sehen und aus dem Ausland auf DVD bestellbar. Für den Notbehelf gibt es aber noch gay-torrents.net.

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  • Weihnachten mit Morrissey

    Letzten Samstag in Manchester: Der deutsche Weihnachtsmarkt, eine Mischung aus Kulturimport (Treff zum Glühwein), Anpassung an lokale Verhältnisse (Steaks zum Glühwein) und Abzocke (importierter Aldi-Spekulatius zum Wucher-Preis), war schon abgezogen. So bot sich für hunderte Kids die Möglichkeit, vor dem grandiosen Rathaus eine Flashmob-Kissenschlacht zu starten. Ein Federmeer ist nett anzusehen, wenn der Schnee fehlt. Selbst Polizei und Straßenreinigung amüsierten sich beim Zusehen:

    Am Abend Morrissey in einem ehemaligen viktorianischen Bahnhof. Das G-Mex sah zuletzt den Labour-Parteitag, in dem Tony Blair Standing Ovations bekam. Das Konzert wirkte da schon eher wie Manchester: Die Vor-Sängerin Kristeen Young bekam bereits zum zweiten Lied „Morrissey, Morrissey, Morrissey“-Chöre aus dem Publikum, später auch „Fuck off“-Rufe und Toilettenrollen.

    Wie schon beim Konzert in Düsseldorf gab es zum Umbau eine Abfolge von Videofilmen: u.a. James Dean in Stumm, die New York Dolls in voller Pracht und alte Eurovisions-Clips mit ORF-Kommentar. Etwa Tommy Körberg mit „Judy, Min Van“, bei dem man den Eindruck bekommt, der Mozfather entwickelt sich in seinen neueren Posen zu einem Grand-Prix-Teilnehmer. Oder Gigliola Cinquetti mit „Si“, das nett klingt und gleichzeitig so, wie man sich einen Eurovison-Song vorstellt, ohne je einen gehört zu haben:

    Ich als Niederrheiner kann den Begriff „österreichischen Charme“ nicht mal unfallfrei aussprechen, aber nicht diesen Unfall, sondern diesen Charme in der Stimme muss man sich vorstellen, als der ORF-Kommentator die Sängerin als „liebreizend und entzückend wie immer“ vorstellte.

    Das waren vielleicht nicht mal die richtigen Worte, aber sie waren voller Liebe und Zucker dahingeschmolzen, und sie hätten auch gut zu Morrissey gepasst. In seinen ruhigen Liedern (erhaben: das ältere „I’ve changed my plea to guilty„) folgt man jeder Mund- und Handbewegung, und die Anmut des mittlerweile lebensfrohen Mannes, diese besondere Bühnenchemie ist nett anzusehen. Und er unterhält sich neuerdings so gewitzt mit dem Publikum. Auch in Düsseldorf war Morrissey Entertainer, als er beispielsweise über pelztragende Düsseldorferinnen herzog (in etwa: They wear fur to be beautiful. Murder: beautiful. Torture: beautiful. Execution: beautiful.) Irgendwo zwischen vierter und zehnter Reihe hopsend waren auch die schnellen Lieder krachend, so das neue „Ganglord„. Und welch grandioses Opening mit „Panic“ und „First of the gang to die“ (das Video stamt aus Amsterdam)!

    Am Abend noch meine Lieblinsdisko, Poptastic: Türsteher sind doch nicht immer Wichser. Sie sind es offenbar nur, wenn es sich um junge, eingebildete Aushilfs-Türsteher handelt. Kam also mal wieder rein, durfte ein Indie-Tanzfest mit zahlreichen Morrissey-Einlagen erleben und dazu das einzig wahre Weihnachtslied, „Fairytale of New York“ von den Pogues, untermalt mit von oben fallendem Kunstschnee. Zwei Weihnachtstransen, ca. 60 und 20 Jahre alt, verteilten dazu Süßigkeiten. Ja, so macht Weihnachten dann doch mal Spaß.

    (flickr-Bilder von CENtral 1179, Slippy-23 und nickpickles, youtube-Video von ickleweb und oldsparkyexperience)

    Trivialität des Perversen

    An sich sind Portale wie GayRoyal ja praktisch: hier können Leute zusammen finden, deren Omas den gleichen Einrichtungsgeschmack hatten, etwa bei Einbauschränken und Esstischen. Die schwulen Dating-Börsen sind voll von Aktfotos, in denen oft besondere sexuelle Vorlieben auf besonders obskure Möbel treffen, was auch die härsteste dargestellte Sexualpraktik harmlos erscheinen lässt. Auf die Idee, aus einigen der bizarrsten Profile eine eigene Blog-Kategorie zu machen, sind sicher schon viele gekommen. Blogger Antiteilchen hat sie umgesetzt:

    Schwule Wohnkultur

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  • Post von Tante Herta


    Da ist man schwul und lebt in der Großstadt Berlin, und trotzdem verfolgt einem die Verwandtschaft. So geschehen dem MySpace-Blogger Arne, der jetzt die Briefe veröffentlichte, die seine Tante Herta nicht ihm, sondern der Verwandtschaft geschickt hat (und die diese wiederum an Arne weiterleitete).

    Brief 1 (u.a.: Homos schuld an New Orleans)
    Brief 2 (u.a.: „Sein Analrohr wird undicht“)

    Und wenn Sie sich jetzt fragen, wie kommt die denn auf sowas: schonmal kreuz.net gelesen?

    (via Sebas und Batz)

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  • Lass Dich überraschen

    Da ist man mal ein paar Tage nicht am Lieblingssupermarkt minimal vorbei gekommen, dann ist der plötzlich Rewe und gegenüber ein neu eröffnetes schwules Brauhaus mit riesiger Regenbogenflagge. Jetzt gibt es sogar in Düsseldorf, in Pempelfort, dieses Köln-Feeling: man muss sich schick machen, nur um mal zum Supermarkt zu gehen. Im Flönz gibt es übrigens leckere Schnitzel und gar zwei Kegelbahnen.

    Der nach eigener Ansicht „sehr maskuline“ Schnöselfriseur Udo Walz (im Bild rechts mit den ähnlich gestrickten Kreaturen Harald Glööckler und René Koch) konnte mal wieder nicht genug Geld und PR haben und gab der „Bild“ ein bemerkenswertes Interview, das mehr schwachsinnige Thesen zur Homo- sexualität bietet als das Lebenswerk von Norbert Geis.
    Aufregenswert.

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  • „SOS Schule“ erneut im TV

    Vor wenigen Tagen ärgerte ich mich über das ZDF-Dokuformat „SOS Schule“, das der Sender vor einigen Monaten ausstrahlte. In dieser Woche zeigen ZDF und Phoenix Wiederholungen aller sechs Folgen, darunter auch die aus dem Online-Archiv verschwundene zweite Folge, in der ein schwuler Schüler nach seinem Coming-out die Schule wechselt. Die Sendetermine:

    Donnerstag, 21.September, 20.15h Phoenix
    Freitag, 22. September, 07.30h Phoenix
    Freitag, 22. September, 14.15h ZDF

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    Ein schwules Blog aus Düsseldorf über Fernsehen, Musik, Manchester und sonstigen Kram

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