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I started something i couldn’t finish
5 Sep 06
Nach zehn Jahren gibt es endlich eine neue Folge von “Cracker” (Für alle Fälle Fitz), die das ZDF noch vor den Engländern am 10. September ausstrahlt. Im Special “Nine Eleven” kehrt der Psychologe aus Australien zur Hochzeit seiner Tochter nach Manchester zurück, interessiert sich jedoch schnell für einen Mordfall.
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30 Aug 06
Eigentlich kann man froh sein, dass vor mittlerweile neun Jahren Prinzessin Diana gestorben ist. Im britischen Fernsehen sorgt das beispielsweise immer für lustige Anspielungen, etwa wenn in der Agentenserie “Spooks” die Mitarbeiter von MI5 einen Politiker in einem Tunnel ermorden lassen. Ganz neu ist eine Internetseite, die in den Lyrics von Morrissey den Tod von Diana und auch noch von Mutter Theresa vorausgesagt sehen will. Diana – die Königin der Spinner.
PS: Wo wir schon bei Morrissey sind, für die Unwissenden: Das Bild oben zeigt mich vor dem Salford Lads Club. Dort entstand folgendes Foto für die Innenseite der Smiths-LP “The Queen is dead”.

[Kopierter Eintrag aus altem Blog.
Bilder u.ä. waren auf andere Proportionen ausgerichtet.]
30 Aug 05
Manchmal sieht man Sachen im Fernsehen, die lassen einen nicht mehr los. Channel 4 aus Großbritannien ist ein Sender, der berüchtigt ist für seine Dokumentationen. “God’s Rottweiler” letzten Montag etwa war genau das, was man im WJT-bejubelnden deutschen Fernsehen vermisste. Stärker als all die berechtigte Kritik an Ratzinger, an seinem Extrem-Dogmatismus und dem Kaltstellen alter Gegner, bleibt eine kurze Szene in Erinnerung, als Ratzinger (noch nicht Papst) von einem britischen Journalisten zu den Missbrauchsfällen in den USA befragt wird: Ratzinger schägt zu. Nur gegen eine Hand des Journalisten zwar, eher kraftlos auch, aber deutlich.
Spannend ist Channel 4, wenn es nicht um die üblichen Themen geht. Allein in den letzten Wochen liefen “Anmial Passions”, eine Annäherung an Menschen, die Sex mit Tieren haben, “Bollocks to cancer”, in der ein Jugendlicher heiter über seine Diagnose und sein Leben mit Hodenkrebs plaudert, oder auch “Stalking Pete Doherty”, in der ein durchgeknallter Reporter darüber berichtet, wie er vergeblich eine Dokumentation über den Ex-Sänger der Libertines drehen will – wobei der Reporter durchaus kaputter rüberkommt als Doherty, was auch eine Leistung ist.
Letzte Woche war wieder so ein Moment des Erstaunens. Zu der Eröffnung der neuen Reihe “Psycho” brachte Channel 4 eine einstündige Dokumentation, “Kill me if you can”, und wer über einen Breitbandanschluss verfügt und über Seiten wie uknova oder gar eDonkey stolpert, der sollte erstmal nicht weiterlesen.
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2 Feb 05
Da steht, hüpft, rutscht und knuddelt man auf einem wunderbaren Konzert in einer der ersten Reihen, und dann bekommt man mit dem Foto-Handy doch keine vernünftigen Beweis-Fotos. Manchester Academy, letzten Freitag: die NME-Awards-Tour stellt die Hypes für 2005 vor. Während ich von den Kaiser Chiefs mehr hören möchte, kann ich mit den Futureheads nicht ganz so viel anfangen.
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11 Jan 05
kommt aus dem Nordwesten Englands. Sie erzählt auch dementsprechend wenig über die katastrophalen Ergeignisse im weitentfernten Südostasien, sondern mehr über die Eigenschaft der Mancunians, der leidgeprüften Einwohner von Manchester, mit den Wirrungen des Lebens auf ganz eigene Art fertig zu werden. “This is Manchester. We do things different here” lautet ein weiser Spruch aus dem lokalpatriotischem Film “24 Hour Party People”, denn seit Jahrhunderten finden die Menschen hier Auswege und Ausflüchte vor einem gruseligen Alltag, oftmals sehr kreativ.
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7 Dez 04

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Letzte Woche machte ich mich von Manchester aus auf nach London, denn drei Dinge mussten erstmals bestaunt werden: das ähnlich wie der Reichtstag von innen zu begehende neue Rathaus (oben), die einfach nur schöne “Gurke” (rechts) und das alte Thames House (Sitz des MI5, s. Spooks). Man merkt schnell, wie klein und unbedeutend doch Manchester ist. Aber die Stadt hat andere Werte. Es ist ein wenig wie der Vergleich Berlin-Rheinland: In der Hauptstadt mögen die Clubs cooler, die Huschen hipper sein, dafür sind die Leute außerhalb einfach angenehmer, freundlich und fast naiv wie in Köln, nur nicht so aufdringlich. In Manchester gibt es zudem beheizte Bushaltestellen und einen deutschen Weihnachtsmarkt mit echtem Nürnberger Glühwein. Der kostet zwar 2 Pfund Fuffzig, die Brezel 1 Pfund (= 3 Deutschmark!!!), aber das sind normale britische Preise. Nur ein Stand auf dem großen Deutschen Weihnachtsmarkt in Manchester war Abzocke: er bot den Schlange stehenden Engländern original Weihnachtsgebäck und Lebkuchen zu vergleichbar teuren Preisen an – in der Originalverpackung vom deutschen Discounter.
[Kopierter Eintrag aus altem Blog.]
15 Nov 04

Fast hätte ich in Manchester mein Leben gelassen. Ob die Situation wirklich lebensbedrohlich war, lässt sich nicht sicher sagen, aber sie fühlte sich in jedem Fall so an. Wie zu jedem Besuch gönnte ich mit das mies-gute Variety Meal von Krusty Fried Chicken, nahm es mit aufs Zimmer und dann zu mir, wie immer dabei Zeitung lesend. Als ich bemerkte, dass ich gerade einen von Fett umpuschelten Knochen zu mir nahm, war der auch schon in den Rachen gerutscht und steckte dort mit spitzer Kante fest.
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4 Sep 04

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Der Nordwest-CSD ist mittlerweile der größte im Lande – wenngleich nicht der beliebteste. Dass man für den Eintritt ins schwule Viertel zehn Pfund (30 Mark!) zahlen muss, stößt vielen zurecht auf. So hält man sich zwar unangenehme, heterosexuelle binge drinker vom Hals, macht mit wenig zusätzlichem Kommerz Gewinn und erwirtschaftet mehr als 100.000 Pfund pro Jahr für Charities, stößt aber viele Gruppen wie beispielsweise ärmeren Studenten vor den Kopf.
Fürs Bühnenprogramm wird das Geld wohl kaum ausgegeben. Ähnlich wie in Deutschland werden regionale “Künstler” geboten, in Manchester sehen sie zwar besser aus, aber das reicht nicht. Die Kabarett-Bühne, die im letzten Jahr in den noch halbwegs verständlichen Teilen gute Unterhaltung bot, wurde in diesem Jahr größtenteils von Karaoke-Amateuren bestritten. Trotzdem sehr unterhaltsam, zumal auch regionale, richtige Stars wie Morrissey oder Oasis gecovert wurden.
Neben den beiden Bühnen, vielen Info-Ständen, einem Sportfeld und sogar einem Riesenrad und weiteren Kirmes-Attraktionen bleibt das eigentliche Highlight nachwievor die Canal Street, die schwule Kneipenmeile mit Weiterzieh-Atmosphäre, die es andertags auch kostenlos gibt. Hier verbrachte ich die meisten Abende, zumal die meisten Partys zwischen 10 und 20 Pfund – also bis zu 60 DM! – kosteten.
Nur zu Poptastic war ich, dass diesmal in einem großen Parkhaus stattfand. An den speziellen Dress Code – Schoolwear – hielt sich nicht jeder, ich auch nicht, obwohl ich vorher bei ebay nach britischen Schuluniformen gesucht hatte (ich fand nur welche für Girls, und das wollte ich niemanden antun). Die Veranstalter hatten irgendwie Mist gebaut, jedenfalls funktionierte anfangs wohl keiner der Zapfhähne der einzigen Bar, so dass es zu unendlichen Schlangen kam. Man merkte, dass man in Britannien war: ohne verdorbene Laune standen die Kids an, in einer Schlange einmal um die ganzen Wände herum – sogar am Rand der Tanzfläche. Die Veranstalter meldeten sich bis zur Lösung des Problems alle zehn Minuten zu Wort, sagten Sorry und gaben kostenlos Wasser aus.
Der Stimmung tat’s keinen Abbruch. Beste Schulparty-Atmosphäre, dazu nette Pop- und Rockmusik und eben geil-süße Boys in neckischer Schuluniform. Ich lernte Sebastian kennen, der mit liebenswertem Akzent Deutsch spricht. Seine Oma, mittlerweile 90, war mal Sekretärin vom Reichs-Außenminister Ribbentrop und lernte nach dem Krieg einen britischen Soldaten kennen und folgte ihm. Sie hatte zwei Schlaganfälle, nach dem ersten sprach sie nur noch Englisch, nach dem zweiten nur noch Deutsch – so lernte Sebastian die Sprache.
Dass Sebastian trotz Wohnung in Salford dann doch nicht so dolle war, erkläre ich Interessierten gerne mal beim Bierchen, fürs Web ist das zu privat. Wir sind ja auch in Manchester, es gibt noch genügend anderes zu erzählen. Man muss ja nur kurz auf der Canal Street an der Mauer zum Canal angelehnt sein, schon lernt man interessante Menschen mit ihren Biographien kennen – und bekommt einen tieferen Einblick in das schwule Viertel. So unterhielt ich mich mit einem jungen Polen, der früher am Bahnhof Zoo “strichen” ging, wie er mir in Begleitung eines älteren Herren mit Brieftasche in gebrochenem Deutsch erzählte. Er folte seiner nichts wissenden Mutter nach Manchester und macht nun mehr Umsatz als früher.
Und da war ein älteres Hetero-Paar, das in mir arge Ähnlichkeit zu ihrem Sohn erkannte. Der war vor wenigen Monaten an Aids gestorben. Mit 15 lernte er unaufgeklärt das schwule Manchester kennen, das sich ungeschützt auf ihn stürzte; mit 22 war er tot. Auch ein Grund für eher ungewohnte Tränen bei der Candlelight Vigil am Montag, der einzigen in Europa. Sie ist ein traditioneller Endpunkt des Manchester Pride und ein noch immer aktueller Ruf nach mehr Solidarität und Verantwortung in der schwulen Community.
Pride-Galerie bei Mr Gay Uk
Pride-Galerie bei Key 103
Geschichte des Manchester Pride
(mit alten Fotos der Canal Street!)
Kritik am Kommerz-Pride
Seite des Manchester Pride
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[Kopierter Eintrag aus altem Blog.
Bilder u.ä. waren auf andere Proportionen ausgerichtet.]