Wer an CSD-Paraden in Deutschland teilnehmen will, muss umfassende AGB-Klauseln unterzeichnen. Die haben nicht immer was mit der Wirklichkeit zu tun, wie etwa hier in Köln:

5
Werbeflyer, Handzettel, Lebensmittel, Müll
5.1
Werbeflyer, Handzettel, Dosen, Becher, Lebensmittel u. ä. dürfen während der Parade weder verteilt noch vom Wagen/ Fahrzeug aus geworfen werden. Gruppen/ Wagen/ Fahrzeuge, die sich an diese Auflage nicht halten, werden von den ParadeordnerInnen umgehend von der weiteren Teilnahme an der Parade ausgeschlossen. Die durch sie verursachten Kosten werden ihnen anschließend in Rechnung gestellt.
5.2
Der anfallenden ist Müll so gering wie möglich zu halten und selbst zu entsorgen (z.B. durch ausreichendes Mitführen von Müllbehältern).

Da könnte man sich ja mal einen Spaß draus machen, einen extrem Werbemittel verteilenden Sponsor wie Nivea bei den Ordnern zu verpetzen und anzusehen, wie die Organisatoren ins Schwitzen geraten.

Manchmal sind sie Bedingungen auch arg schwammig formuliert, wie hier in Köln:

8
Sexuelle Freizügigkeiten / sexuelle Handlungen
Sexuelle Freizügigkeiten, Zurschaustellung sexueller und jugendgefährdende Handlungen sind zu unterlassen und führen zum sofortigen Ausschluss aus der Parade.

Unklar ist ferner, ob man in Köln auch als Fußgruppe einen „Soliaritätsbeitrag“ bezahlen muss, der deutlich teurer ist als die „Gema und Versicherungs“-Gebühren beim CSD in Düsseldorf, bei dem Fußgruppen übrigens kostenlos mitlaufen dürfen.

Der CSD in Düsseldorf kennt übrigens auch keine AGBs zu „sexuellen Freizügigkeiten“, dafür aber – ungeschrieben – das Verbot, beim Straßenfest eigene Speisen oder Getränke zu verzehren. Ja, manchmal kann ich sehr nachtragend sein.