I started something i couldn’t finish
Düsseldorfs OB Joachim Erwin ist immer noch im Amt und wird nach Änderung des Kommunalwahlrechts (die Stichwahl fällt weg) wohl nächstes Jahr wiedergewählt. Die meisten wird das kaum interessieren, andere bringt das gehörig auf die Palme. Warum Erwin dringend weg muss, zeigt aufs neueste sein Demokratieverständnis.
Im Februar gibt es in Düsseldorf ein Bürgerbegehren gegen den Verkauf eines Grundstücks, den die Victoria-Versicherung zum Ausbau nutzen will. Der Grund des Ärgers: der denkmalgeschützte Golzheimer Friedhof wird dadurch umbaut. Es gibt genügend Gründe gegen den Verkauf (es wird, anders als verlautet, kein einziger neuer Arbeitsplatz geschaffen; die Versicherung hat genug Platz in ihren sonstigen Gebäuden, den sie aber lukrativ vermietet). Erwin und die gefügigen Parteien im Stadtrat erklärten jedoch den Bürgerentscheid für ungültig und verkauften das Grundstück im Eilverfahren, wofür sie vom Oberverwaltungsgericht Münster ordentlich gerüffelt wurden.
Nun gibt es also einen Bürgerentscheid, und in einem Begleit-Flugblatt zum Wahlschein fordert Erwin auf, dagegen zu stimmen oder gleich zu Hause zu bleiben. Wie undemokratisch das ist, und mit welcher Sprache sich der Großkotz verrät, hat Rainer in seinem Blog süffisant aufgeschlüsselt.
Da das nicht das erste und letzte Mal ist, dass Erwin städtische Goldstücke verscherbelt, um einen vermeintlich ausgeglichenen Haushalt zu produzieren und die Geldverschwendung durch misslungene Projekte auszugleichen, und es erst recht nicht das erste und letzte Mal ist, dass Erwin zeigt, dass ihm die Demokratie am Arsch vorbei geht, werde ich ihm also am 17. Februar (schon wieder)zeigen, was ich von ihm halte. Schade, dass jede Abstimmung in Düsseldorf eine Abstimmung für oder gegen Erwin sein muss.
Infos zum Bürgerentscheid von der Bürgerinitiative “Rettet den Golzheimer Friedhof”

5 Kommentare for "Deine Stimme gegen Erwin"
"deine Stimme gegen Erwin" - so bekommt der begriff bürgerentscheid doch eine ganz eigene bedeutung …
Ja. In gewissem Sinn ist es auch eine Stimme gegen Armut
OK, Erwins Vorgehen war nicht OK. Aber die Tatscahen gehören auf dem Tisch! Der Friedhof wird nicht umgebaut! Der Parkplatz wird bloß verschwinden, und seit wann sind Parkplätze erhaltenwert? Schade dass die Partikularinteressen ein paar ÖPNV-Verweigerer, die weder Ahnung von Wirtschaft noch Umgebungschutz in der Denkmalpflege haben, besträchtliche Kosten für die Stadt verursachen, indem sie einen Bürgerentscheid erzwungen haben.
[...] Einen weiteren Beitrag zum Verkauf des Friedhosgrundstückes gibt es beim Nobbi. [...]
@ rechtsschaffender : Richtig, der Parkplatz wird verschwinden, dafür werden Tiefgaragen für die Anwohner errichtet.
Diese werden bestimmt genauso günstig bis gratis sein wie der jetzige Parkplatz.
Zum anderen braucht die Victoria für ihre Mitarbeiter kein neues Gebäude da das alte nicht ausgelastet ist,sondern fremdvermietet wird.
3. Kommt so weniger frischluft vom Rhein in die Gebiete hinter dem Friedhof, Abgase werden sich stauen, ebenso imm Sommer die Hitze.
4. Der Friedhof wird somit immer mehr zum Hinterhof der Victoria, dabei gehört dieser Hstorische Park der Stadt und seinen Bewohnern.
5. Bekommt Erwin ,egal worum es bei diesem Projekt geht, meine Stimme nicht für seine Sache, da er die Demokratie ausser Kraft setzen möchte.
Er ist kein Gott und auch kein Kaiser,sondern nur gewählter OB, und das nicht mal mit einer richtigen Mehrheit,da ungefähr die Hälfte der Wahlberechtigten nicht hingegangen ist.
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