In der alternativen CSD-Disko in der Roten Flora am Abend erinnerte ein Banner: „Stonewall was a riot“. Auch der lokale Bund der Steuerzahler beschwerte sich: die Hamburger CSD-Parade am Samstag vor zwei Wochen sei keine politische Demo gewesen, daher sollten die Veranstalter selbst für die Kosten aufkommen. Das ist eine bemerkenswert kleinliche Sicht, aber auch nicht völlig falsch. Zwar kündigten die Plakate in der ganzen Stadt eine „politische Demo“ an, die einzigen sichtbaren Parolen kamen aber von Parteienwagen. Sieht man die Parade jedoch als öffentliches wie politisches Bekenntnis von normalen Leuten an, schwul oder lesbisch zu sein, muss sich der CSD Hamburg nicht verstecken: hier gibt es im Vergleich ungewohnt und angenehm viele „Mitläufer“. Ein richtig kommerzieller CSD hätte auch dafür gesorgt, dass man durch alle Baustellen und Zäune sicher und schnell zum Straßenfest gelangt – wir haben das schnell aufgegeben. Und was die Reinigungskosten betrifft: man sollte mal mit Nivea reden (s. Videobeweis). Das hätte man zuvor auch schon in Köln und Berlin tun können.

Mein gekürztes Video vom CSD Hamburg

(12 min, Real Video, 16:9, 64 MB)

[Kopierter Eintrag aus altem Blog.
Bilder u.ä. waren auf andere Proportionen ausgerichtet.]