Gäbe es einen Grund, eine ganze Redaktion unehrenhaft zu entlassen, das Online-Special der Rheinischen Post zum Tode Joachim Erwins käme dem nahe: sogar Ost-Zeitungen haben bei Staatstrauer weniger dick aufgetragen. Seit gestern ist der Düsseldorfer OB unter der Erde, aber es wächst die Befürchtung, dass sich an den grundsätzlichen Problemen in der Stadt nicht viel ändert. Das Problem war ja auch weniger dieser Oberbürgermeister, sondern dass Medien, Staatsanwälte, Wähler und auch viele Politiker anderer Parteien ihn haben machen lassen. So wage ich zu bezweifeln, dass der OSD auf nur harmlose Aufgaben zurückgesetzt wird und stattdessen etwa weiterhin Obdachlose und Drogensüchtige mit Platzverweisen belästigen, in Handschellen abführen und sonstwie nötigen darf.