Anders als deutsche kommen nun auch amerikanische Zuschauer in den Genuss von „Skins„. Seit Sonntag strahlt BBC America die Jugendserie aus. Und zwar mit geschnittenen Szenen, tausenden Piepstönen, Pixeln und gelegentlichen Untertiteln. Die Reviews sind trotzdem oft vernichtend, gerade aufgrund all der vermeintlichen Obszönitäten, und zeigen auch, das die Rezensenten oft nur die Pilotfolge gesehen haben: „‚Skins‘ tries to dig for some truths about teens today, but it undercuts every honest emotion with a vulgar gag“, schreibt etwa der uniformierte „Boston Herald„. „The main characters are all working class, they’re all less heartthrob than hooligan, and the writing is far more raw than clever“, kritisiert sich das „Review Journal“ ins Abseits. Fast jede Rezension kommt nicht aus, ohne die Haltung potentieller, erwachsener Zuschauer als Zitat zusammenzufassen: „Get off my lawn, you kids“, was offenbar einer amerikanischen Grundhaltung entspricht. Wahr hingegen die Beschreibung der LA Times: die Serie „achieves moments of poetry“.

Tipp für deutsche Zuschauer, die die Serie noch nicht entdeckt (und die Folgen demnach noch nicht mindestens zehnmal gesehen haben): die BBC hat ein kleines Lexikon der Slangbegriffe erstellt. Bei Amazon.co.uk gibts beide Staffeln in einer hübschen Doppeledition mit all den zahlreichen Zusatzclips.