Also einen Countdown oder eine Begrüßung hätte ich mir ja schon gewünscht, als gestern Nachmittag endlich Timm auf Sendung ging. Und Deutschlands erster TV-Sender für Schwule enttäuschte direkt nochmal: waren die Trailer noch in anamorphem 16:9 wurde als erstes Highlight die im 16:9-Format produzierte Serie „Noah’s Arc“ als 4:3-Bild mit Streifen ausgestrahlt. Für Zuschauer bei UnityMedia mit einem Widescreen-Fernseher ist das besonderns nervig, denn der Dekoder liefert unverständlicherweise 16:9 nicht im Auto-, sondern nur im Pillarbox-Format aus (was beispielsweise bei genannter Sendung zu einem Kastenrahmen und weiterhin dazu führt, dass man Bildinformationen verliert und zudem nicht das Bild auf volle Breite zoomen kann, es sei denn, man stellt den Dekoder auf 4:3 um und beim Wechsel des Programms etwa zur ARD schaltet man den wieder auf 16:9 und zommt sich mit dem Fernseher wieder auf Normalgröße usw usf, bis man es lässt).

Soviel dazu, vor allem zu meinem Hassobjekt UnityMedia (einer Firma, die zu Timm und vielen weiteren Sendern auch keine EPG-Daten ausliefert und noch immer keine Festplatten-Receiver anbietet usw usf). Trotzdem bleibt dem Sender viel Glück zu wünschen (vor allem, da man nicht weiß, wie viele GfK-Boxenbesitzer schwul sind). Für einen Digitalsender ohne Anschluss an ein großes Medienhaus bietet Timm immerhin eine ganze Menge eigenen und neuen Content und dürfte vor allem für Coming-Outler ein Segen sein. Ein richtiges Urteil kommt ohnehin erst Mitte November, wenn die Nachrichten auf Sendung gehen.