Nobbis Blog

I started something i couldn’t finish

Rausschmeisssong

Manchmal legt man ja Musik auf, damit die Leute gehen. Erst kürzlich versuchte ich mit „Meine Mutter hat Hitler geküsst“ von Malediva, ein paar Freunde zum Aufbruch von meiner Couch in Richtung bang-Party zu bewegen. Vergeblich. Jetzt habe ich den ultimativen Rausschmisssong gefunden: William Shatner covert „Common People“ von Pulp.

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    Noch mehr Bilder von Ekel-Erwin

    Weil es so schön ist…


    Quellen: Express, erwin2004.de

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    Eine Schande

    Nach einigen Medien, Staatsanwälten und Gerichten haben jetzt auch die Bürger Düsseldorfs versagt: Erwin bleibt mit 50,4 Prozent der Stimmen (also einer Zustimmung von rund 25 Prozent der Düsseldorfer) Oberbürgermeister. Wie schreibt die NRZ heute? „Erwin selbst ist zu wünschen, dass er nach diesem Triumph nicht vollkommen abhebt.“ Die Rheinische Post bejubelt Erwin und bedauert, dass „leider“ schon wieder die „Extremisten“ von der PDS im Stadtrat drin sind, also allen voran Frank Laubenburg, der als einziger im Stadtrat gegen den wahren Extremisten Erwin kämpfte. Das ist schon alles sehr traurig.

    (Foto von erwin2004.de: OB Erwin samt Familie nach der Wiederwahl)

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    Ab sofort boykottiere ich McDonalds

    Für das dumme Mitmachen der dummen McPolitik des ganz dummen Herrn Westerwelle. Terminhinweis gefunden auf der Webseite der FDP Köln.

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    Wenn man in Finnland ist, bekommt man nicht alles mit, selbst nicht die unglaubliche Einstellung des Verfahrens gegen unseren OB wegen Steuerhinterziehung. Für alle, die es ebenfalls verpasst haben, hier eine den Wahnsinn schön zusammenfassende Vorabveröffentlichung aus dem neuen Spiegel:
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    Fremdgehen macht glücklich

    Während ich noch Texte und Bilder von der Teamklausur in Finnland fürs Blog vorbereite, hier der eigennützige Hinweis auf das Buch „Fremdgehen macht glücklich“, erschienen vor wenigen Tagen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf. Es ist das erste Buch des Queercom-Teams und enthält auch meinen ersten Buchtext: den (leider arg kurzen) wissenschaftlichen Teil. Den gibt es in Kurzfassung auch auf queer.de, auf der Webseite zum Buch finden sich weitere Auszüge und die Termine der Lesungen in schwulen Buchläden, Cafes und Zentren in ganz Deutschland.
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    So funktioniert das Internet

    Habe in diesen Tagen keinen Nerv auf überlange Einträge, daher ein kleiner, aber gut gemachter Witz aus der zum Download empfohlenen BBC-Serie Monkey Dust. Ach ja: Lautsprecher anmachen!

    Internet-Witz (XviD-Avi, ca. 2,5 MB)

    [Kopierter Eintrag aus altem Blog.]

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    Manchester Pride 2004


















    Bin zurück aus Manchester und habe mir mittlerweile wieder angewöhnt, „Danke“ zu sagen statt „Cheers, mate“, und statt „Sorry“ oder „Excuse me“ gar nichts. Bevor ich gleich noch finnische Floskeln auswendig lerne für einen Wochentrip, noch schnell ein paar Eindrücke vom diesjährigen Manchester Pride vor einer Woche – recht lang, da die Zeit zum Kürzen und Würzen fehlt.

    Der Nordwest-CSD ist mittlerweile der größte im Lande – wenngleich nicht der beliebteste. Dass man für den Eintritt ins schwule Viertel zehn Pfund (30 Mark!) zahlen muss, stößt vielen zurecht auf. So hält man sich zwar unangenehme, heterosexuelle binge drinker vom Hals, macht mit wenig zusätzlichem Kommerz Gewinn und erwirtschaftet mehr als 100.000 Pfund pro Jahr für Charities, stößt aber viele Gruppen wie beispielsweise ärmeren Studenten vor den Kopf.

    Fürs Bühnenprogramm wird das Geld wohl kaum ausgegeben. Ähnlich wie in Deutschland werden regionale „Künstler“ geboten, in Manchester sehen sie zwar besser aus, aber das reicht nicht. Die Kabarett-Bühne, die im letzten Jahr in den noch halbwegs verständlichen Teilen gute Unterhaltung bot, wurde in diesem Jahr größtenteils von Karaoke-Amateuren bestritten. Trotzdem sehr unterhaltsam, zumal auch regionale, richtige Stars wie Morrissey oder Oasis gecovert wurden.

    Neben den beiden Bühnen, vielen Info-Ständen, einem Sportfeld und sogar einem Riesenrad und weiteren Kirmes-Attraktionen bleibt das eigentliche Highlight nachwievor die Canal Street, die schwule Kneipenmeile mit Weiterzieh-Atmosphäre, die es andertags auch kostenlos gibt. Hier verbrachte ich die meisten Abende, zumal die meisten Partys zwischen 10 und 20 Pfund – also bis zu 60 DM! – kosteten.

    Nur zu Poptastic war ich, dass diesmal in einem großen Parkhaus stattfand. An den speziellen Dress Code – Schoolwear – hielt sich nicht jeder, ich auch nicht, obwohl ich vorher bei ebay nach britischen Schuluniformen gesucht hatte (ich fand nur welche für Girls, und das wollte ich niemanden antun). Die Veranstalter hatten irgendwie Mist gebaut, jedenfalls funktionierte anfangs wohl keiner der Zapfhähne der einzigen Bar, so dass es zu unendlichen Schlangen kam. Man merkte, dass man in Britannien war: ohne verdorbene Laune standen die Kids an, in einer Schlange einmal um die ganzen Wände herum – sogar am Rand der Tanzfläche. Die Veranstalter meldeten sich bis zur Lösung des Problems alle zehn Minuten zu Wort, sagten Sorry und gaben kostenlos Wasser aus.

    Der Stimmung tat’s keinen Abbruch. Beste Schulparty-Atmosphäre, dazu nette Pop- und Rockmusik und eben geil-süße Boys in neckischer Schuluniform. Ich lernte Sebastian kennen, der mit liebenswertem Akzent Deutsch spricht. Seine Oma, mittlerweile 90, war mal Sekretärin vom Reichs-Außenminister Ribbentrop und lernte nach dem Krieg einen britischen Soldaten kennen und folgte ihm. Sie hatte zwei Schlaganfälle, nach dem ersten sprach sie nur noch Englisch, nach dem zweiten nur noch Deutsch – so lernte Sebastian die Sprache.

    Dass Sebastian trotz Wohnung in Salford dann doch nicht so dolle war, erkläre ich Interessierten gerne mal beim Bierchen, fürs Web ist das zu privat. Wir sind ja auch in Manchester, es gibt noch genügend anderes zu erzählen. Man muss ja nur kurz auf der Canal Street an der Mauer zum Canal angelehnt sein, schon lernt man interessante Menschen mit ihren Biographien kennen – und bekommt einen tieferen Einblick in das schwule Viertel. So unterhielt ich mich mit einem jungen Polen, der früher am Bahnhof Zoo „strichen“ ging, wie er mir in Begleitung eines älteren Herren mit Brieftasche in gebrochenem Deutsch erzählte. Er folte seiner nichts wissenden Mutter nach Manchester und macht nun mehr Umsatz als früher.

    Und da war ein älteres Hetero-Paar, das in mir arge Ähnlichkeit zu ihrem Sohn erkannte. Der war vor wenigen Monaten an Aids gestorben. Mit 15 lernte er unaufgeklärt das schwule Manchester kennen, das sich ungeschützt auf ihn stürzte; mit 22 war er tot. Auch ein Grund für eher ungewohnte Tränen bei der Candlelight Vigil am Montag, der einzigen in Europa. Sie ist ein traditioneller Endpunkt des Manchester Pride und ein noch immer aktueller Ruf nach mehr Solidarität und Verantwortung in der schwulen Community.

    Pride-Galerie bei Mr Gay Uk
    Pride-Galerie bei Key 103
    Geschichte des Manchester Pride
    (mit alten Fotos der Canal Street!)
    Kritik am Kommerz-Pride
    Seite des Manchester Pride



    Bonustext: Abseits des Pride besuchte ich mal ein paar Vororte von Manchester (Fotos aus Bury rechts) und eines der Uni-Viertel (unten). Da ich ja noch immer mit dem Gedanken spiele, in diese Stadt zu ziehen, traute ich mir diesmal sehr viel zu – auch die Selbstbedienungskasse eines Sumpermarktes in der Innenstadt. Man schiebt die Waren dabei selbst über den Scanner und bezahlt dann am Automaten. Einfach, dachte ich – nach 30 Sekunden Rumhampeln hupte die Maschine und gab plötzlich und lautstark folgenden Spruch von sich: „Assistance needed at the cash point“. Danach ging ich immer zum teureren Mini-Supermarkt in der Nähe des Hotels, in dem mich immer Omis nett und abwechselnd mit „luv“, „dear“ und „son“ ansprachen.

    [Kopierter Eintrag aus altem Blog.
    Bilder u.ä. waren auf andere Proportionen ausgerichtet.]

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