I started something i couldn’t finish
Laut “Express” hat der Düsseldorfer Ordnungs- und Sicherheitsdienst Spendensammler des Kinder- und Jugendhilfevereins vom Weihnachtsmarkt geschmissen. Das ist erschreckend in diesen Tagen, in denen auch andere Organisationen wie die Aids-Hilfe in der Stadt sammeln und sicher die besten Spendenerträge des Jahres erzielen. Begründung des Amts: “Die Weihnachtsmarktflächen sind einem Betreiber (der DMT) überlassen. Sie sind damit temporär nicht mehr öffentlich gewidmete Straßenräume, sondern »private« Veranstaltungsflächen.” Der Verein will die Ausgestaltung dieses Sondernutzungsrechts jetzt vom Verwaltungsgericht überprüfen lassen.
Das ist richtig so: es ist nicht einzusehen, warum auf einem öffentlichen Platz privates Hausrecht gelten sollte, womit etwa auch Demonstrationen, Obdachlose, Treffen ohne Konsum etc. verboten werden können. [Ich bin mal zusammen mit Freunden unter Hinweis auf die Sondernutzungsregelung vom CSD in Düsseldorf geschmissen worden, weil wir eigenes Bier mit hatten; freilich nicht vom OSD, sondern von deren damaligen Organisatorin und dem privaten CSD-Sicherheitsdienst, der mich vom Jan-Wellem-Platz weg "begleitet" hat.]
So ganz steige ich noch nicht durch, ob Gio Black Peter aus New York vor allem Künstler, Dichter, Perfomer, Schauspieler (in “Otto” von Bruce LaBruce) oder Blogger ist.
Oder vor allem Sänger der “Black Peter Group”, einer Band aus New York und London. Deren erste EP zu Weihnachten erscheint, aber schon auf der Berlinale zu bestaunen war.
Aber die Zeit zum Herausfinden sollte man sich nehmen. Und man braucht sie auch: die Webseiten sind umfangreich, die Informationen sonstwo im Netz dürr.
http://gioblackpeter.blogspot.com
http://myspace.com/gioblackpeter
http://myspace.com/blackpetergroup
http://www.youtube.com/user/blackpetergroup
(Goody Two Shoes)
“Come clean”
(It’s fucked up)
Als MTV noch Videos zeigte, gab es nachts “120 Minutes”. Die Sendung mit recht alternativer Musik soll die Inspiration sein für meine neue Rubrik “12 Minuten”: alle paar Wochen ein paar Musikvideos, nicht unbedingt alternativ, aber solche, die mir gerade mehr als gefallen oder die gar nicht gehen.
Dan Black - Yours
Ein cooler Song, so cool, dass wir ihn bald hassen werden.
(Homepage)
The Wombats - Is this Christmas?
Oh bollocks, Indie-Bands sollten keine Weihnachtssongs probieren. Da helfen auch hübsche Pullis nicht. Let’s dance to jingle bells? Besser nicht. [Der Schwule in mir findet das freilich auch niedlich, so in a McFly kind of way, aber lassen wir das]
The Courteeners - That Kiss
Falls jemand die Mancunians des Jahres noch nicht kennen sollte.
Wenn’s schneit, bleib ich demnächst zu Hause: Gestern beim Spaziergang durchs völlig verschneite und fast menschenleere Düsseldorf erst von einem kleinen Schoßhündchen mit Oma an der Leine gebissen und danach in einer Seitenstraße fast ausgeraubt worden.
It’s official: ich verstehe die Jugend nicht mehr.
(”Meine Mutter kommt von hinten” von “Mushido, Gay One & Check du Sau”)
Textauszug: (Komplett-”Lyrics”)
Meine Mutter kommt von hinten, Junge weil ein Schwuchtel von hinten kommt
Nur Tinte, spritzt er wenn er bei Palmewedeln hochkommt
Verbunden, bin ich mit der Telekom im Dunkeln
Im Dunkeln, glaub mir meine Mutter ist nicht unten
Nicht unten, Junge weil ein Schwuchtel von hinten kommt
Hm. I’m not so sure about the glasses. Aber den Song mag ich.
Was soll eigentlich diese Unsitte bei Länderspielen, das Spiel von zwei Seiten zu filmen, nur um andere Bandenwerbung zu zeigen? Das war mir erstmals beim Spiel England gegen Deutschland 2007 aufgefallen, als ich von der BBC kurz zum deutschen Fernsehen umschaltete und dachte, ein völlig anderes Spiel zu sehen. Danach habe ich mal drauf geachtet und bei deutschen Länderspielen im Ausland im deutschen Fernsehen immer deutsche Bandenwerbung gesehen, mit den Finalrunden von WM und EM als Ausnahme. Bei der BBC sah ich jedoch immer die Bandenwerbung des jeweils gastgebenden Landes. Das lässt einige Fragen zu unseren Öffentlich-Rechtlichen offen.
In diesem Jahr hat die BBC allerdings die englischen Länderspiele (wie auch den Pokal) an ITV und Pay TV verloren. Das ist ärgerlich: ein Spiel ist nur ein halbes Spiel ohne den Kommentar von John Motson und die traditionelle wie kultige “Match of the day”-Intromusik (s.a. Cup-Version und spezielles Theme zu Euro und WM). Und gestern gab es folglich auch das Länderspiel Deutschland-England aus Berlin mit britischer Bandenwerbung, gefilmt von der anderen Seite. Bei kontroversen Situationen schalte ich gerne mal zwischen britischer und deutscher Übertragung um, da Kommentatoren gerne unterschiedlich bewerten. Das ist allerdings nicht mehr ganz so verwunderlich, wenn das eine Land ein hartes Foul von vorne sieht und das andere Land ein unübersichtliches Foul von hinten. Man stelle sich vor, es gebe diese zwei Versionen eines Spiels auch bei der WM, das würde in letzter Konsequenz dazu führen, dass verschiedene Länder völlig verschiedene Bilder von einem historischen Tor hätten. Und was für ein Chaos das Webmley-Tor von 1966 erst gewesen wäre, hätten britische und deutsche TV-Zuschauer es auch noch von der anderen Seite gesehen.
