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I started something i couldn’t finish
25 Sep 08
Hab mir kürzlich in einem Anfall von Langeweile erneut den Pilotfilm von Twin Peaks angesehen. Nun mus ich wieder alle zwei Staffeln schauen. Nur mal so als Grund, warum ich derzeit wenig poste.
Der andere Grund sind die schwulen Musikvideos auf Queer.de. Hab schon lange nicht mehr so viel Spaß am Programmieren gehabt. Genauer gesagt: beim Auswählen der Archiv-Tracks. Anlässlich der neuen Kölner Szene-Kneipe “Mumu” habe ich etwa die leider längst vergessene Band KLF rausgekramt. Mama Cass singt “Make your own kind of music”, in Erinnerung an den Coming-out-Film “Beautiful Thing”, dessen zahlreiche Sprüche über die Fettleibigkeit der Sängerin nun nachvollziehbar sind. Und “Ich bin der Stricherjunge” von Stereo Total kannte ich noch gar nicht. Meiner Meinung nach das schlimmste Video: “Ja, ich will” von Rosenstolz featuring Hella von Sinnen.
Die Youtube-Api ist übrigens sehr praktisch. Der Service wäre allerdings besser, wenn nicht andauernd Videos gelöscht würden. Oder auf Wunsch von dummen Plattenfirmen plötzlich nicht mehr einzubetten sind, keine Fassung für Handys haben oder auf Nutzung in Amerika beschränkt sind. Erinnert sich noch jemand an die Tage, als das Internet auch als weltweites Netz bezeichnet wurde und für Freiheit stand?
28 Mai 08
Vielleicht muss man Webmaster sein, um Google so richtig zu hassen. Gut ein Monat ist es jetzt her, dass ich für queer.de den Relaunch programmiert habe, inklusive erstmals Google Sitemaps. Neue Funktionen wie die Queer.de-Blogs, in der Sitemap mit hoher Priorität, findet Google trotzdem weiterhin nicht. Suchte man früher bei Google nach “Queer”, bekam man an dritter und vierter Stelle immerhin noch zwei untergeordnete Einzelberichte (u.a. über eine transsexuelle Golferin, nur Gott Google weiß, warum), wenn schon nicht die Startseite selbst, jetzt findet man Queer.de bei der Suche nach “queer” gar nicht mehr. Bei Google News klappt alles bestens, aber sucht man nach Homo-Gurke und Christoph Daum in der großen Google-Datenbank, findet man jetzt alle möglichen Links zu uns aber nicht den Artikel selbst – da war Google bei aktuellen Top-Geschichten früher besser und platzierte uns weit oben. Der Pagerank (4) ist eh ein Witz im Vergleich zu anderen schwulen Seiten mit gleichem oder gar höheren Pagerank. Und auch die mobile Suche von Google mag uns nicht.
Schlimm ist es, wenn Google die Suchergebnisse für andere Portale liefert, die teilweise offenbar strikte Vorgaben für den Jugendschutz haben: bei der Suche von Lycos, Web.de und GMX gibts überhaupt kein queer.de (!), bei anderen, etwa T-Online, gibts die üblichen chaotischen Google-Suchergebnisse. Bei allen Seiten, auch die, die Queer.de selbst nicht anzeigen, funktioniert freilich der Sponsered-Link-Verkauf für die Suche “Queer.de”, der zu zu anderen kommerziellen Schwulen-Seiten führt.
Die Suche von Yahoo hingegen funktioniert voll nach unseren Wünschen. Ich werde sie nun auch für Recherchen Google vorziehen.
18 Mrz 08
Nur noch wenige Tage, dann geht das (von mir) gerelaunchte queer.de online. Ein paar Eindrücke vorab:
Die Startseite.

18 Sep 07
Eine der nervigsten Medienmythen der jüngsten Geschichte ist, dass sich Klaus Wowereit auf Druck der Bild-Zeitung geoutet haben soll. Die Geschichte ist in Wirklichkeit anders verlaufen, und als Redakteur der damaligen Zeitung “Queer” war ich sogar beteiligt.
In seiner Autobiografie, bei der ausgerechet “Bild” den Vorabdruck leistet, schreibt Wowereit selbst, wie er sich bereits zwei Tage vor dem legendären Coming-out bei einem Treffen des Fraktions- und Landesvorstandes outete:
“Vor lauter Begeisterung über mein Bekenntnis hatten meine Freunde von den Schwusos, den Schwul-lesbischen Sozialdemokraten, allerdings nichts Besseres zu tun, als meinen Auftritt vor der Parteispitze in der Szene herumzuposaunen. Immerhin war ich der erste Spitzenpolitiker, der sich bekannte. Keine 24 Stunden nach meinem Auftritt vor dem Landesvorstand gab das Schwulenmagazin ‘Queer’ eine Pressemeldung heraus. Die Szene war begeistert.”
Zu den plapperfreudigen Schwusos gehörte damals auch die Lebensgefährtin unserer Berlin-Redakteurin Sabine Röhrbein, die die Sache am nächsten Morgen, einem Freitag, bei der alltäglichen Redaktionskonferenz eher beiläufig erwähnte. Während wir Kölner sofort einen im schwulen Medienmilieu eher seltenen Scoop vor Augen hatte, kam über die Telefonleitung nur ein eher lustloses und berlinerisch betontes “Naja, dann schreib’ ich ma’ watt, wa?”
Tat sie dann aber auch, und der immer noch Scoop-geile Online-Redakteur (ich) stellte das dann flugs mit der etwas verunglückten Überschrift “Berlin bald schwul regiert?” online. Nachdem erste begeisterte User-Kommentare eintrudelten, entschlossen wir uns, die Sache als Pressemitteilung an Agenturen, Zeitungen und Sender zu verschicken.
Hier könnte die “Bild”-Zeitung erstes Interesse bekommen haben. Ansonsten erwähnte nur die “Frankfurter Rundschau” kurz und ohne Quellenangabe das Coming-Out in ihrer Samstagsausgabe. Am Sonntag hatte Wowi dann sein zweites, öffentliches Coming-out in allen – sehr überraschten – Medien, während wir in der Schlussproduktion der Zeitung saßen und darauf online die nächsten Tage nicht mehr reagierten.
Wir grübelten aber dann noch lange, warum niemand unsere PM aufgegriffen hatte. Weil keiner “Queer” kannte? Weil Journalisten Homosexualität für eine private Sache hielten? Lediglich zwei schwule Medien waren damals, noch am selben Abend, auf uns eingegangen. Die Online-Ausgabe der Siegessäule und das damalige Eurogay. Dessen damaliger Chefredakteur Stefan Mielchen baute noch Hinweise auf die sexuelle Orientierung von Ole von Beust ein, die aber ebenso verhallten. Und das ist auch gut so: hätte sich von Beust darauf geoutet, wäre uns ein schönes Schmierenskandälchen mit Hitler-Herpes erspart geblieben. Wowereits Coming-out hingegen machte ihn hingegen bekannt und beliebt.
31 Jul 06
Gelegentlich erlebt man Dinge, die einen noch überraschen und schockieren, trotz 9/11 und “Zwei bei Kallwass”. Schocker, die einer Aufarbeitung im Blog bedürfen (womit ich dieses wieder eröffnen möchte). Am Samstag war ich mit Ex-Kollegen in Köln am Rhein Grillen, und es folgte eine Bahnhfart zurück nach Düsseldorf, die nicht nur das übliche Drama bot, sondern gar einen überraschenden Klimax.
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28 Dez 04
Die neue Homo-Gurke von Queer.De geht diesmal… an unsere Leser.
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12 Sep 04
Während ich noch Texte und Bilder von der Teamklausur in Finnland fürs Blog vorbereite, hier der eigennützige Hinweis auf das Buch “Fremdgehen macht glücklich”, erschienen vor wenigen Tagen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf. Es ist das erste Buch des Queercom-Teams und enthält auch meinen ersten Buchtext: den (leider arg kurzen) wissenschaftlichen Teil. Den gibt es in Kurzfassung auch auf queer.de, auf der Webseite zum Buch finden sich weitere Auszüge und die Termine der Lesungen in schwulen Buchläden, Cafes und Zentren in ganz Deutschland.
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