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Soko Leipzig III: Die Rechnung

Nach meiner langen Aufregung über eine dumme Folge von “Soko Leipzig” nun auch etwas Lob: das Special mit “The Bill” ist durchaus gelungen. Am Mittwoch und Donnerstag liefen auf ITV die koproduzierten Folgen, in der die Ermittler aus beiden Ländern einen Entführungsfall zu klären hatten. Die Folge beginnt in London, wo die deutschen Polizisten noch auf wenig Gegenliebe der Kollegen stoßen. Fall und Team entwickeln aber schnell eine Eigendynamik, bis es zum besseren, Action geladenen Teil in Leipzig kommt. Britische Zuschauer haben sicher noch keine Verfolungsjagd gesehen, die durch eine Straßenbahn beendet wird.

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  • Die SOKO Leipzig besteht aus vier Kommissaren, die sich um die verschiedensten Fälle kümmern. Eine Prise Humor ist ebenso bei jeder Folge dabei wie Spannung und – wohl das Wichtigste – die Realitätsnähe. Explodierende Autos sind hier fast nie zu sehen, dafür jedoch gute Polizeiarbeit. (fernsehserien.de)

    Ich sehe kaum deutsche Krimis, daher kann ich nicht beurteilen, ob die Soko-Leipzig-Folge “Maskenball” (Trailer) vom letzten Freitag selten dämlich ist oder dämlich wie andere Krimis auch. An Kamera und Ton bis hin zur Arbeit des Location-Scouts habe ich nichts zu bemängeln; die Schauspieler sind eingigermaßen so lala, die Regie ist offenbar genügsam. Das Problem: das Drehbuch. Die Dialoge sind unauthentisch bis albern, der Plot hat grobe Fehler und die gesamte Handlung ist äußerst fragwürdig und regelrecht verschenkt. Aber von vorne:

    Wir befinden uns in einer bemerkenswert leeren Schwulenbar (es läuft “Fuck the pain away” von Peaches (u.ä.), immerhin). Mann im Fummel – ohne Fummel kein Schwulenkrimi – flirtet mit Mann, der offensichtliche Ex-Freund der Fummeltrine schaut entnervt zu. Mann im Fummel geht. Draußen steht ein junger Mann mit vermutlich türkischer Familienabstammung (im weiteren Verlauf im Sinne der Sendung als Türke bezeichnet), zum Missfallen des Türstehers, der den Jungen null nachvollziehbar zu einem Gesichtsfoto nötigt.

    Nächster Morgen: man sieht eine Leiche, die üblichen Polizei-Absperrungen und die üblichen Forensikleute. Kommissar Jan Maybach findet an einem Plakat der Vornachts-Disco Blut (im nicht abgesperrten Hausdurchgang). Offenbar wurde das Opfer mit dem “Kopf gegen die Mauer geschlagen”, vermutet Komissarin Ina Zimmermann. Der Forensikmensch dazu: “Sieht so aus!” Kommissar: “Vielleicht war sie ja gestern auf der Veranstaltung.” Kommissarin, über der Leiche bückend: “Wenn Du glaubst, dass SIE auf der Veranstaltung war, dann hast Du Dich getäuscht. (Lange Pause) Und ich meine nicht die Veranstaltung. Ich meine das ‘Sie’.” Falls die vom Fernsehen generell für dumm gehaltenen Zuschauer nun immer noch nicht verstehen, worum es geht, zieht Zimmermann die Perücke ab. Die Kommissarin ist weiterhin bedrückt, der Zuschauer darf stattdessen lachen: “Er hat geweint. Sein Kajal ist verschmiert.

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    Album 2006

    Auf den chronologischen Jahresrückblick des ZDF freue ich mich jedes Jahr wie ein kleines Kind. Dass der mittlerweile schon Mitte Dezember kommt, vermutlich “weil die Zuschauer es so wollen”, und selbst bei Tsunamis nicht mehr für die Wiederholung an Silvester aktualisiert wird, damit habe ich mich mittlerweile abgefunden. Aber die Art und Weise, wie die Sendung verdummt wird, um mit den zahlreichen Show-Jahresrückblicken zu konkurrieren, das ist nicht mehr zu ertragen.
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  • Meine erste Zuschauerbeschwerde

    Ab und zu muss man sich ja aufregen, und ein Blog ist geradezu dafür geschaffen. Nachdem ich einen Aufreger heute morgen mangels richtiger Fakten zurückziehen musste, sei noch ein Ärgernis aus der letzten Woche nachgetragen. Ich liebe Jahresrückblicke, und es sollte an sich selbstverständlich sein, dass man einen chronologischen Jahresrückblick, den man aufgrund blöden Konkurrenzdenkens bereits am 19. Dezember ausstrahlt, bei einer Wiederholung am 31. Dezember um 13 Uhr nochmals aktualisiert, besonders, wenn inzwischen eine kleinere Katastrophe passiert, zu der man ansonsten fast zu viel berichtet. Aber beim ZDF ist auch nichts mehr selbstverständlich, und auf eine schnell geschriebene und wenig durchdachte Beschwerdeemail schickt man auch noch eine durchdachte, aber immer noch ärgerliche Antwort.

    eMail-Wechsel mit dem ZDF

    [Kopierter Eintrag aus altem Blog.]

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    Ein schwules Blog aus Düsseldorf über Fernsehen, Musik, Manchester und sonstigen Kram

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